Workshop, Nachbearbeitung
Analoge Videos digital aufpeppen - mit Studio 8
Freitag, 31. Januar 2003: Viele Videos ruhen in den Regalen der Hobbyfilmer, die noch auf analogem Weg geschnitten und nachbearbeitet wurden. Häufig steckt viel Zeit und Mühe in solchen Filmen - mit teuren Effektgeräten und Tonmischpulten attraktiv gestaltet. Während der Ton auch vor Jahren schon höchste Qualität haben konnte, ließ die Bildqualität eher zu wünschen übrig. Schneiden war immer kopieren, und das war unvermeidlich mit Qualitätsverlust der Bilder verbunden; dieser Verlust war nur mit speziellen Geräten einigermaßen in Grenzen zu halten. - So entsteht jetzt im digitalen Zeitalter vielleicht der Wunsch, die Bilder auf das Niveau des Originalmaterials zu heben, den mit viel Aufwand erarbeiteten Ton jedoch beizubehalten.
Technische Voraussetzungen
Der Siegeszug digitaler Videosysteme – seien es Mini DV, Digital 8 oder das neue MPEG 2-Aufzeichnungsverfahren von Sony – ist sicher nicht nur der generell höheren Bildqualität zu verdanken, sondern für ernsthafte Amateure deshalb unverzichtbar geworden, weil Schnitt und Nachbearbeitung ohne Qualitätsverlust möglich sind, wenn man im Format des Quellvideos bleibt. Wenn nun analoges Rohmaterial auf ein digitales Band kopiert wird, gilt natürlich dasselbe: einmal digitalisiert bleibt dieses Material dann bei der Weiterverarbeitung über DV-Schnittgeräte oder im PC unverändert.
Der Transfer von analog nach digital über ein SVHS- oder Hosidenkabel stellt für viele Camcorderbesitzer heute kein Problem mehr dar; eine ganze Reihe von Digitalgeräten sind bereits mit analogen Eingängen ausgestattet, und die Besitzer von Digital 8-Camcordern können – wenn sie zuvor mit Video 8 oder HI 8 gearbeitet haben – ihre alten Kassetten in ihr neues Gerät einlegen, an den PC oder Recorder anschließen, und der Digitalisierung steht nichts mehr im Wege.
Verbessern kann man analoges Material dabei nicht wirklich, auch wenn subjektiv der Eindruck entstehen kann, aus Digitalgeräten komme nach der Digitalisierung ein knackigeres Bild heraus. Wer einen Digitalcamcorder mit analogem Eingang sein Eigen nennt und aus alten Zeiten noch im Besitz eines Timebasecorrectors ist, kann vielleicht noch über die Kontur schwappende Farben korrigieren; dieser Farbversatz war eines der Grundübel der Analogzeit. Farb- und Kontrastkorrekturen sind allerdings bei den meisten PC-Schnittprogrammen während der Bearbeitung besser kontrollierbar als bei der Überspielung mittels TBC.
Insgesamt ist man aber durchaus erstaunt, dass bei der Überspielung auf ein digitales Band kaum Verluste sichtbar werden, was daran liegt, dass man auf ein höherwertiges Medium kopiert. Nur dieser Umstand rechtfertigt die Investition in eine Neubearbeitung eines alten Videos; es soll ja etwas besseres dabei herauskommen.
Insertschnitt mit Studio 8
Bereiten Sie nun die Restaurierung Ihres Films mit Studio 8 vor, indem Sie zuerst das gesamte fertige Video digitalisieren und auf die Festplatte Ihres PCs bringen.

