Bericht, Workshop, Nachbearbeitung

Der (immer noch) lange Weg zur eigenen DVD

Dienstag, 17. Dezember 2002: Beim letzten Mal berichteten wir über die verschiedenen DVD-Standards, die Technik der MPEG-Komprimierung und den Weg, wie man eine DVD erstellt. Da DVD’s komprimierte Videodateien im MPEG-2 Format benötigen, liegt es nahe, diese schon bei der Übertragung vom Videoband auf die Festplatte zu generieren. Ob dieser Weg sinnvoll ist, erfahren Sie in diesem Bericht.

DV-MPEG-2 Encoder kaum zu finden
Nahezu alle Hardware-Encoder für MPEG-1/2 verarbeiten das Videomaterial nur über die analogen Anschlüsse für Y/C (S-Video) oder Composite (FBAS). Allein die DC 2000 von Pinnacle macht hier eine Ausnahme, sie verarbeitet auch YUV. Karten für die Wandlung von DV/D8 direkt nach MPEG-2 sind sehr dünn gesät. Am bekanntesten ist noch die Pinnacle DC 1000 mit DV-Modul. Letzteres ist aber nichts anderes als das DVBK-1 von Sony, was mittlerweile nicht mehr produziert wird. Die DC-1000 wird demnächst auslaufen und war für uns deshalb nicht mehr von Belang. Eine zweite DV-MPEG Karte entdeckten wir vor einigen Wochen bei www.mediacompactdigital.de für ca. 400 €, doch blieben alle Versuche der Kontaktaufnahme ohne Erfolg. Seit Ostern wartet die Website außerdem auf neue Inhalte.
Hardware-Encoding hat unbestreitbar den Vorteil, dass es auch auf weniger leistungsfähigen Rechnern in Echtzeit, also während des Einspielens, funktioniert. Ein 500 MHz Pentium III sollte es aber schon sein. So installierten wir die COMO MPEG 2FX auf unserem Testsystem, einem PC mit 1400 MHz Pentium 4, Intel i845 Chipsatz, 256 MB RAM, 2 UDMA 100 Festplatten mit 60 MB und einer 32 MB ATI Grafikkarte. Das Ganze lief unter Windows 2000.

Dürftige Ausstattung
Die meisten MPEG-Hardware Encoder stammen aus Übersee oder Fernost. Die MPEG 2FX ist Made in Taiwan. Como übernimmt dafür nur den Vertrieb. Die Ausstattung ist daher etwas dürftig: Eine PCI-Steckkarte mit knapper, englischsprachiger Anleitung, die Treiber-CD ohne jegliche Hinweise zum Gebrauch in Deutsch, und Video Studio 6 von Ulead, das aber in unserem PC nicht starten wollte. Wir installierten deshalb Media Studio 6.5. Der Einbau der Karte und die Treiberinstallation verliefen problemlos, obwohl die Anleitung eigentlich nur die Version mit TV-Tuner beschreibt. Während der Arbeit an diesem Bericht erreichte uns die (noch unvollständige) Vorab-Version einer deutschen Anleitung, die mit Erscheinen dieses Heftes wohl als Download auf der Como-Homepage erhältlich sein wird.

<< Erste < Vorherige 1 2 3 4 5 Nächste > Letzte >>