Wissen, Videofilmen

Die Kunst des Weglassens: Videos richtig kürzen

Mittwoch, 08. Juni 2011: Oft werden wir gefragt: „Wie schneide ich richtig?“. Schneiden heißt immer auch weglassen. Wie Sie Zeitvorgaben einhalten können und wirklich nur das beste Videomaterial nutzen, erfahren Sie in folgendem Artikel.

Bewertung: Nur eine der Aufnahmen gehört nicht in den Ausschuss

Sind Sie eitel? Nein? Wirklich nicht? Wir reden gerade nicht davon, wie lange Sie vor dem Spiegel stehen, das geht uns auch gar nichts an. Vielmehr darüber, ob Sie in der Lage sind ihr eigenes Videomaterial kritisch zu beurteilen. Zugegeben, das fällt oft schwer — gerade wenn man noch genau in Erinnerung hat wie viel Mühe die eine oder andere Aufnahme gemacht hat. Davon bekommt der Zuschauer allerdings nichts mit. Für ihn ist nur das Endergebnis sichtbar. Ist eine Szene nicht perfekt, nimmt er dies als störend war. Dass die Szene vielleicht nur im Gesamtwerk geblieben ist, weil an deren Ende noch der putzige Hund ins Bild gelaufen kommt, kann der Betrachter eher nicht nachvollziehen.

Warum Zeitvorgaben?

Im professionellen Bereich ist der Grund ganz klar: Zeit ist Geld. Je nach Sender kostet die Sendeminute einen horrenden Betrag. Werber versuchen so, möglichst viele Informationen in einen Fernsehwerbung zu packen. Standardlänge sind hier 30 Sekunden. Oft sind die Clips auch nur 10 Sekunden kurz. Selbst wenn Sie in Ihrer Freizeit wahrscheinlich keine Fernsehwerbung produzieren, zeigt das Beispiel: es ist nicht unmöglich jede beliebige Zeitvorgabe zu erfüllen. Versuchen Sie einfach mal Werbung bewusst anzusehen und achten Sie darauf, wie kurz die einzelnen Einstellungen sind.

Wer filmt, möchte sein Werk auch irgendwann einem Publikum präsentieren. Das kann die private Filmvorführung sein oder auch die Teilnahme an einem Wettbewerb oder Filmfest. Auch hier gilt es Zeitvorgaben einzuhalten. Für unseren alljährlichen Camgaroo-Award sind das beispielsweise maximal 5 Minuten. Selbst wenn man sein Werk nicht einsendet — auch für die rein private Vorführung sollte man sich ein Zeitlimit setzen. Schließlich soll das Publikum die nächste Einladung begeistert und nicht mit gequältem Blick annehmen. Die richtige Filmlänge richtet sich bei privaten Vorführungen natürlich nach dem Inhalt. Wer ein Jahr lang in der ganzen Welt unterwegs war und seine Eindrücke und Erlebnisse in einem Videofilm packen möchte, wird genug Material haben um mehrere Stunden auszufüllen.

<< Erste < Vorherige 1 2 3 4 Nächste > Letzte >>




Dateien:

Footage_Bewertung.pdf48 K