Testbericht, Nachbearbeitung
DVD Complete (Standardversion)
Freitag, 14. Februar 2003: Es ist schon erstaunlich. Je preiswerter eine Authoring-Software ist, umso professioneller sieht das Ergebnis aus – glaubt man den Werbetextern. Auch bei DVD-Complete hat man nicht mit Lorbeeren gespart: „Jetzt können Sie Videos in DVDs umwandeln, die aussehen, als wären sie von einem Profi-Team in einem Hollywood-Studio entwickelt worden“ und „...macht komplexe Technologie bedienbar, ohne hierbei auf Funktionen zu verzichten.“ Klingt das nicht toll? Und das bei einem Programm für nur 99 Euro! Doch wie sagt unser „Kaiser“ Franz: Schau’ ma mal...
Das allen einschlägigen Dazzle-Produkten beigelegte DVD Complete gibt es in einer Standard- und einer Deluxe-Version. Beigepackt ist die Standard-Version. Die Deluxe-Variante kann laut Anleitung über die Dazzle-Homepage upgegraded werden, doch fanden wir zum Testzeitpunkt Ende Dezember 2002 keinerlei Downloadmöglichkeiten. DVD Complete kann sowohl in Verbindung mit den oben genannten MPEG-Wandlern als auch „Stand alone“ betrieben werden. Als PC-Ausstattung empfiehlt Dazzle Windows ab 98 SE (2000 und XP bevorzugt), einen Prozessor ab 1 GHz Taktfrequenz und 256 MB Arbeitsspeicher sowie einen CD-ROM oder DVD-Brenner. Unser System genügte mit Windows 2000, 1,4 GHz Pentium 4, 256 MB RAM und getrennten Festplatten für Systemdateien und Videos sowie dem DVD-R/RW Laufwerk TEAC DV-W550EK also voll den Anforderungen.<p/> Nach dem Start des Programms erscheint zunächst eine Projektauswahl: Der „Quick DVD-Assistent“ führt auf kürzestem Wege zur fertigen DVD, allerdings ohne besondere Zutaten wie Menü- oder Kapitelauswahl. Hier werden einfach die „nackten“ MPEG-Sequenzen auf die Scheibe übertragen. Mehr Komfort bieten der „Home-DVD-Assistent“, der „Business-DVD-Assistent und der „Hollywood-DVD-Assistent“, die allerdings nur die Deluxe-Version bietet. Wer schon Übung hat, wählt einfach ein leeres Projekt. Wer nicht, lässt sich mittels der Assistenten durch das Projekt leiten.<p/> Szenenimport:<p/> DVD-Complete akzeptiert bereits vorhandene MPEG-Dateien, die z.B. mittels der oben genannten Dazzle-Encoder erstellt wurden, kann aber auch von einem DV-Gerät aufnehmen, sofern das System über eine Firewire-Schnittstelle verfügt. Dazu lässt sich ein entsprechendes Fenster mit Gerätesteuerung öffnen. Allerdings wird nicht direkt in MPEG gewandelt, sondern die DV-Daten werden zuerst in einen temporären Ordner geschrieben. In einem zweiten Schritt erfolgt dann die Umwandlung von DV nach MPEG. Und das kann dauern. Für unseren Testfilm, von dem wir zuerst nur 1 Minute einspielten, warteten wir noch verträgliche zwei Minuten. Bei der 5-Minuten Version zogen wir dann bereits Parallelen zum Science-Fiction Klassiker „Per Anhalter durch die Galaxis“ und jenem Superrechner „Deep Thought“, der zwei Millionen Jahre für die Antwort der Frage nach dem Sinn des Lebens benötigte.


