Workshop, Nachbearbeitung
DVD-Menüs mit DVD Studio Pro, Teil 1
Dienstag, 21. Januar 2003: Die DVD ist stark im Kommen. Langsam aber sicher löst die kompakte Silberscheibe das gute alte VHS-Band ab. Gerade die Interaktivität des neuen Mediums scheint dessen Reiz auszumachen, verbergen sich doch bei den meisten kommerziellen DVDs, hinter ansprechenden Menüs, viele Sonderoptionen. Wie Sie professionelle DVD-Menüs ganz einfach selber gestalten können, erfahren Sie in unserer dreiteiligen Workshopreihe.
Der erste Teil unserer neuen Workshopreihe beschreibt, wie man möglichst einfach zu einem ansprechenden Ergebnis gelangt. Neben DVD Studio Pro benötigen Sie noch ein Bildbearbeitungsprogramm wie Photoshop um das Menü mit Hintergrundbild grafisch aufzubauen. Alternativ können Sie aber auch die Workshopdateien von unserem Webserver herunter laden.
Natürlich benötigen Sie Videomaterial, das nach Auswahl des entsprechenden Menüpunktes erscheinen soll. Dieses muss als MPEG-2-Stream vorliegen. Dem Programmpaket von DVD Studio Pro liegt eine Quicktime-Version bei, mit der sich Videodateien in dieses Format konvertieren lassen. Tonspuren landen dabei als separate Dateien im gleichen Verzeichnis. Für das Menü selber brauchen Sie ein geeignetes Hintergrundbild das zum Thema passt. Das kann ein einfarbiger Hintergrund, eine interessante Struktur, oder ein Foto sein. Wichtig ist, dass in den Bereichen, in denen später der Menütext erscheinen soll, dieser noch gut lesbar ist. Zu detaillierte Bilder sind hier eher störend. Ist nichts anderes vorhanden, kann das Bild aber auch in der Bildbearbeitung unscharf abgebildet werden.
Im weiteren Kontext gehen wir von einer Bearbeitung in Photoshop aus. Sollte Ihr Bildbearbeitungsprogramm ähnliche Funktionen unterstützen, können Sie die folgenden Schritte natürlich auch so nachvollziehen. Haben Sie ein geeignetes Bild gefunden, laden Sie es in das Bildbearbeitungsprogramm. Die Bildgröße muss dem Videoformat angepasst werden. Skalieren Sie Ihre Grafik deshalb auf 720 x 576 Pixel bei einer Auflösung von 72 DPI („Pixel/Inch“).
Bei der Bildbearbeitung für DVD-Menüs besonders zu beachten ist die Tatsache, dass die Pixel, die später im Videobild abgebildet werden nicht quadratisch, wie bei Computergrafiken üblich, sondern rechteckig sind. Das Bild wird im PAL-Format um etwa 7 % in die Breite gezogen. Das macht sich normalerweise kaum bemerkbar. Kommen in der Grafik jedoch Kreise vor, sieht man den Unterschied sehr deutlich. Diese erscheinen auf dem Fernsehbild als liegende Ovale. Umschiffen lässt sich die Problematik, indem die Grafik, ohne das Seitenverhältnis zu verändern, zunächst auf 768x576 Pixel gebracht, und danach erst auf 720x576 gestaucht


