Workshop, Nachbearbeitung

DVDs im Eigenbau - in 5 Schritten zur eigenen DVD

Montag, 16. Dezember 2002: Zeiten ändern sich, noch in der Ausgabe 3/01 schrieben wir vom langen Weg zur eigenen DVD. Umständliche, wenig benutzerfreundliche Software, teure Brenner und das vorherrschende Formatchaos ließen die bandlosen Träume vieler Videobegeisterter wie Seifenblasen zerplatzen. Dem technischen Fortschritt sei Dank ist heute vieles anders. DVD-Brenner bekommt man im Internet vereinzelt schon für unter 350 Euro, und auch die nötige Software wird immer besser und billiger. Kein Wunder also, dass immer mehr Videofans ihre eigenen Produktionen auf die hübschen Silberscheiben pressen. Camgaroo zeigt Ihnen den Weg zur ersten eigenen DVD, alle notwendigen Schritte und was sie dafür brauchen.

1. Capturing
Am Anfang jedes Videoprojekts steht das Rohmaterial, wobei es sich meist um Camcorder-Aufnahmen, altes Analog- oder auch Bildmaterial handelt. Egal welches Ausgangsmaterial vorliegt, um damit weiter arbeiten zu können, muss es in den Computer übertragen werden. Für Videos digitaler Camcorder braucht man dazu lediglich eine sogenanntes Bundle aus Firewire-Karte und entsprechender Software (Wie z.B. AISTs Movie DVSuite oder Pinnacles Studio DV). Analoges Videomaterial bedarf hingegen spezieller Capture-Hardware, die das ankommende Signal in digitale Informationen wandelt und auf die Festplatte schreibt (z.B. Andi von Electronic Design oder Matrox RX100). Bilder wiederum finden meist über den Flachbettscanner ihren Weg in den Rechner (Gute Modelle gibt es u.a. von Canon, Epson und HP).

2. Bearbeitung
Ist das Material einmal auf den Computer gespielt, stehen dem Anwender vielfältige Bearbeitungs- und Manipulationsmöglichkeiten zur Verfügung. Bilder werden üblicher Weise zurechtgeschnitten und von &Mac226;Roten Augen‘ befreit. Bei Videos steht hingegen der Schnitt des Rohmaterials im Vordergrund. Außerdem kann das Material korrigiert, vertont, betitelt und mit Effekten versehen werden. Beliebte Bearbeitungsprogramme sind unter anderem Pinnacles Studio Software, Adobes Premiere und Uleads MediaStudio.

3. Encoding
Ergebnis der Nachbearbeitung ist meist ein fertiges Projekt in der entsprechenden Schnitt-Applikation. Dieses lässt sich schließlich aus der Programm-Timeline in eine fertige Video-Datei schreiben, doch ist Datei nicht gleich Datei. Bei der Bearbeitung liegt das Videomaterial nämlich meist im DV-Format vor, auf DVDs hingegen können ausschließlich die komprimierten MPEG-Videoformate gebrannt werden. Für die Praxis bedeutet dies, dass unser Video entweder gleich als MPEG-Datei aus unserer Schnittanwendung exportiert oder später mit Zusatzsoftware gewandelt werden muss. Je nach verwendetem Encoder und PC-Hardware-Ausstattung kann das MPEG-Encoding reichlich Zeit in Anspruch nehmen, nicht selten muss der PC gar eine Nachtschicht einlegen. Bekannte MPEG-Plug-ins gibt es z.B. von Ligos. Als beliebte Standalone-Encoder können an dieser Stelle Discreets Cleaner und die Gratissoftware TMpeg genannt werden.

4.

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