Bericht, Titelstory, Camgaroo Award

Ein Blick hinter die Kulissen der New York Film Academy in Los Angeles

Montag, 05. Dezember 2011: Die Camgaroo Awards 2011 sind vergeben. Nach einer spannenden Verlosung unter den Bestplatzierten der Kurz- und Spielfilme, steht der Gewinner des Profi- Filmkurses in Hollywood fest. Es ist Tobias Lohf, dem wir hiermit ganz herzlich gratulieren (v. Konrad Weixelbraun).

Portrait: Dan Mackler, Leiter der New York Film Academy in Los Angeles.

Backlot shoot 1: Studenten des Master-Studienganges beim Dreh mit einer Red- Kamera.

Backlot shoot 2: Action am Set. Jeder Student schreibt das Drehbuch und ist auch für das Casting der - in diesem Fall sehr gelenkigen - Schauspieler verantwortlich.

Eric Roberts: Vor ein paar Tagen war Schauspieler Eric Roberts, der Bruder von Julia Roberts zu Gast. Er hatte eine Rolle in einem Feature-Film einer Studentin der New York Film Academy übernommen.

Billy Zane: Ein weiterer Hollywood-Schauspieler als Gastvortragender an der New York Film Academy. (Billy Zane, bekannt aus “Titanic”).

Was ihn in Hollywood erwartet? Wir haben bei unserem Hollywood-Redakteur Konrad Weixelbraun nachgefragt. Der österreichische Filmemacher ist seit einem Jahr an der "New York Film Academy" und absolviert dort das Masterstudium mit Schwerpunkt Regie und Kamera.

Er sprach über seine Erfahrungen und interviewte auch den Akademieleiter, Dan Mackler.

"Die New York Film Academy" zählt neben dem "American Film Institute" und der "LA Filmschool" zu den besten hier in Kalifornien", sagt Dan Mackler.

Den Stundenplan bekommt man schon zu Beginn fürs ganze Semester vorgegeben, Freizeit ist ein Fremdwort. Ich hatte zum Beispiel seit dem Studienbeginn im Januar, erst im April das erste Wochenende frei. Warum das so ist? Weil von Montag bis Freitag die Theorie-Blöcke und Workshops stattfinden, und am Wochenende mit den Kameras eigene Projekte umgesetzt werden müssen. Die Klassen werden klein gehalten, maximal 10 Leute. Da übernimmt dann jeder im Rotationsprinzip Positionen in der Crew, wie am richtigen Set.

Dasselbe Prinzip wird auch bei den kürzeren Intensiv-Programmen angewendet. Es ist sozusagen eine Philosophie der Akademie, schon am ersten Tag den Studenten mit dem Equipment vertraut zu machen. Dan Mackler ist der Auffassung, dass es wichtig sei, Theorie und Praxis schon von Beginn an zu kombinieren. " Der Vier- Wochen- Intensivkurs ist, wie der Name schon sagt, sehr zeitintensiv. Die Akademie bereitet die Studenten auf den harten Alltag im Filmgeschäft vor. Pünktlichkeit ist Pflicht. Jeder Teilnehmer führt bei mindestens drei Projekten Regie. Er schreibt das Drehbuch, ist für das Casting der Schauspieler verantwortlich und schneidet seine Filme auch selbst."

Am Ende jeder Woche werden die Filmprojekte aus den Workshops gemeinsam mit den Lehrern angesehen, kommentiert oder auch kritisiert. Am Ende des Vier-Wochenprogramms werden die Abschlussfilme der Teilnehmer in einem Kino präsentiert. "Feedback ist besonders wichtig", sagt Dan Mackler, der stolz ist, dass eine Vielzahl der Vortragenden aus dem Filmbusiness in Hollywood kommt, und die Persönlichkeiten ihre Erfahrung an die Studenten weitergeben.

Im Vier-Wochenkurs werden verschiedene Kamera-Typen verwendet, von der 16 mm Filmkamera Arriflex der Münchner Firma ARRI bis hin zu HD Kameras von Panasonic.

<< Erste < Vorherige 1 2 3 Nächste > Letzte >>