Testbericht, Camcorder, Canon

Erfahrungsbericht: Die Canon XM-2

Montag, 16. Dezember 2002: Genau wie bei der großen Schwester, der XL1S, hat Canon bei dem Modell XM 2 offenbar auf die Anfragen der Kunden gehört und einen wesentlich überarbeiteten Nachfolger präsentiert. Auf den ersten Blick fällt zunächst nur das edler wirkende, silbrige Gehäuse ins Auge, doch bei den manuellen Features und den inneren Werten hat sich einiges verändert. Für die Standbildauflösung stehen nun 1,7 Millionen Pixel zur Verfügung. Im Gegensatz zur Konkurrenz fehlt zwar der eingebaute Fotoblitz, doch die Fotofunktion ist ohnehin nur eine Zugabe für diesen Camcorder mit professionellen Videoambitionen.

Die Ausstattung

Käufer der XM-2 können sich an einer umfangreichen Ausstattung erfreuen. Zu der Fernbedienung, den Kabeln für Audio Video und USB (Standbilder) erhält man eine Sonnenblende und optional eine Augenmuschel für Brillenträger. Die DV-Schnittstelle ist genau wie S-VHS und die AV Anbindung (Spezialkabel: kleine Klinke auf 3 mal Chinch) auch als Eingang frei geschaltet. Somit lässt sich die XM 2 auch als Digitalwandler analoger Videoquellen nutzen. Die SD-Card ist nur mit 8 MB bestückt. Das ist angesichts der hohen Auflösung und der fallenden Speicherpreise zu wenig. Für den Videoschnitt fast unerheblich geworden ist die eingebaute Lanc-Schnittstelle, doch für den Aufnahmebetrieb ist sie hilfreich: Hier kann man die Zoomwippe anschließen und so auf alle Zoomgeschwindigkeiten zugreifen. Für die Verwaltung und geringfügige Bearbeitung der Standbilder wird noch Software für PC und Mac mitgeliefert: Mit Imagebrowser können die Bilder herunter geladen, verwaltet und mit Photostich mehrere Bilder zusammengesetzt werden.

Die Handhabung

Das Gehäuse der XM 2 hat dieselbe handliche Form wie der Vorgänger. Da die manuellen Möglichkeiten jedoch wesentlich erweitert wurden, befinden sich mehr Schaltelemente außen am Gehäuse. Für den richtigen Tragekomfort sorgt der stabile Henkel, in dem zum Aufnehmen eine kleine Zoomwippe, ein Aufnahmeknopf und eine Fototaste untergebracht sind. So kann man auch bequem „aus der Hüfte schießen“ und das Bild mit dem ausklappbaren Display kontrollieren. Für die Aufnahmen aus Augenhöhe steht ein Farbsucher zur Verfügung. In der Handhabung ist der Camcorder angenehm, die Bedienung ist jedoch etwas ungewöhnlich.

Nach dem Anschalten kann man mit einem Schalter zwischen der Vollautomatik und den anderen Programmen wählen. Diese werden über den „Select Schalter“ auf der Rückseite eingestellt, mit dem man sich auch durch das Menü manövriert. Wie man es von einem Camcorder mit professionellen Ansprüchen verlangt, kann man die Schärfe exakt über einen – zwar etwas schwergängigen - Ring am Objektiv einstellen. Für das Umstellen von Automatik auf manuelle Schärfe gibt es eine Taste hinter dem Schärfering.

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