Testbericht, Camcorder, JVC

JVC GZ-HD7 Schmetterlinge im Bauch

Montag, 11. Juni 2007: Wer den ersten Full HD-Camcorder von JVC vor Augen hat, den befällt ein leichtes Kribbeln. Schon die Proportionen lassen das Herz aktiver Videofilmer höher schlagen, denn seine Proportionen sprechen vor allem jene an, die beim Filmen „etwas in der Hand haben wollen“ ohne dabei zuviel Gewicht mit sich herumtragen zu müssen. Rund ums Gehäuse prangen die Attribute, mit denen sich der GZ-HD 7 auf dem Markt punkten will: 3 CCD Full-HD HDD. Wir waren gespannt, was dahinter steckt ...

HD gibt es schon im dritten Jahr. Die Aufnahme auf HDD (Festplatte) sogar etwas länger. Mit der Einführung von AVCHD wurden beide Techniken erstmals kombiniert. Seitdem gibt es HD auf HDD. Aber die Sache hat für Puristen einen kleinen Schönheitsfehler: Bis jetzt wird, wie bei HDV, im Format 1440 x 1080 aufgenommen, obwohl z.B. in der AVCHD-Spezifikation auch Full HD, also 1920 x 1080 vorgesehen ist. Das bietet jetzt erstmals der neue GZ-HD 7E von JVC – aber ohne AVCHD, sondern in klassischer MPEG-2- Kompression.

Optik vom Profi

Für das 10-fach Zoom begnügte man sich nicht mit der sonst obligatorischen „JVC-Videolens“, sondern beauftragte den aus dem Profi-Lager bekannten Objektivlieferanten Fujinon. Auch an einen Linsenschutz wurde gedacht. Der Lamellenverschluß wünscht allerdings, manuell betätigt zu werden – was man dann doch ab und zu vergisst. Ein UV-Filter (46 mm) zum Schutz der Frontlinse ist daher empfehlenswert. Die Gegenlichtblende ist so konstruiert, dass man ihn permanent aufgesteckt lassen kann.

Dem engagierten Filmer kommt der griff ige Focusring mi t einer aus JVC’s Profikameras entliehenen Schar fstellhil fe namens Focus Assist entgegen: Statt einer Peakingfunktion oder Bildvergrößerung wird das Displaybild schwarzweiß, und nur die Konturen monochrom eingefärbt. Die Einstel lung mi t der deutlichsten Färbung steht für die korrekte Schärfeebene.

Auch am anderen Ende des Camcorders kommt Freude auf: Das Okular des eingebauten Suchermonitors verfügt über eine für Brillenträger angenehm große Augenmuschel aus weichem Gummi. Das Blickfeld des Suchers ist gut dimensioniert. Schade, dass man ihn nicht hochklappen kann, wie beim Sony SR-1 (s. Heft 6/06). Wollen wir aber froh sein, dass es außer diesem überhaupt noch einen HDD-Camcorder mit eingebautem Sucher gibt, denn dieses Detail fehlt bei allen anderen Modellen der Everio-Reihe wie auch bei den HDD-Cams von Sony oder Panasonic.

Alles für den guten Ton

Auf 5.1 Surround-Firlefanz verzichtet JVC zugunsten dessen, was aktiven Videofilmern wesentlich wichtiger ist: Einen genormten Zubehörschuh und eine Buchse für den Anschluss eines externen (Stereo)-Mikrofons.

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