Testbericht, Nachbearbeitung, Magix
Magix Video deLuxe 2.0 - neue Power bei Bearbeitung und Ausgabe
Dienstag, 17. Dezember 2002: Magix schickt seine Erfolgssoftware für den Videoschnitt in die zweite Runde. Die Version 2.0 gibt es ab Juli in zwei Ausführungen: Standard (59 €) und Plus (99 €). Neben bekannten und verbesserten Videofeatures brennt MAGIX Video deLuxe Aufnahmen von digitalen und analogen Camcordern/Videorecordern mit Kapitelmenü auf VCD, SVCD und DVD. Bekannt von Filme auf CD&DVD oder Fotos auf CD&DVD integrierte man neue Capture- und Ausgabemodule sowie einen umschaltbaren Storyboard-/Timelinemodus. Diese und andere neue Features beider Versionen haben wir für Sie getestet.
Zwei Versionen zur Auswahl
Die Unterschiede beider Software-Pakete erschließen sich erst auf den zweiten Blick. Die Plus-Version hat 32 Bearbeitungsspuren (2.0 = 16), beinhaltet ein Synthesizer-Modul samt Ambient Synth für Audiobearbeitung und Geräuschkulissen (bekannt vom Magix Music Maker) und enthält drei Zusatzprogramme (Sound, Fotos, Drucken) sowie Sound- und Videomaterial auf zwei mitgelieferten CDs (Video & Audio Archive). Die ‘einfache‘ Version 2.0 beinhaltet neben der Programm-CD nur eine zweite CD mit Samples. Gestrichen wurde der noch in Video de Luxe1.x vorhandene und auch von anderen Magix-Programmen bekannte komfortable Audioeditor (Muiskeditor), den man genauso wie das auch in Fotos auf CD & DVD enthaltene Programm für die Bildbearbeitung Foto-Clinic (1.3) sowie den Label-Editor samt Brennfunktion nur in der Plus-Version findet. Ansonsten bieten beide Programme gleiche Funktionen und ein identisches gedrucktes Handbuch von knapp 150 Seiten, in dem auch die Besonderheiten der Plus-Version vermerkt sind. Es bietet eine gute Grundlage für den schnellen Einstieg ins Programm, ist aber in manchen Details fehlerhaft. Auf den beiliegenden CDs findet man zahlreiche Audiosamples verschiedener Stilrichtungen für die Musikerstellung sowie Effect-Sounds, Video- und Grafikclips.
Installation
Die Installation verlief unter ME und XP reibungslos. Ende Juni lagen für beide Versionen bereits Update-Patches in der Version 2.02 vor, die wir ebenfalls installierten. Zusätzlich zum Programm wird automatisch ein Audio- und Videoplayer installiert (playR Jukebox), der vielfältige Funktionen aufweist. Auf unserem Testsystem, das bereits bei zahlreichen anderen Softwaretests zum Einsatz kam, verwendeten wir Windows ME und XP auf getrennten Partitionen, PIII 1 GHz, 512 MB RAM, 30 GB Systemfestplatte, defragmentierte 40 GB UDMA AV-Festplatte. Für Capturing und Ausgabetests kamen eine Grafik-/Videokarte ATI All in Wonder Radeon, eine VfW-Videokarte Pinnacle DC 30 plus (MJPEG) und eine OHCI-Karte (DVXSC von Como) zum Einsatz. Bei allen Kartentypen wurden die jeweils aktuellen Treiberversionen genutzt. Für die Abspieltests der erzeugten VCD-/SVCD-/miniDVD-Scheiben nutzten wir einen LG CD-R/-RW Brenner (16x10x40x), einen DVD-Softwareplayer und einen externen DVD-Player (Thomson DTH 4200).
Verbesserte Oberfläche und integrierte Module
Die dreigeteilte Grundstruktur der Oberfläche mit Vorschaufenster, Schnittfenster und Medienpool in Explorerform wirkt, wie von Video de Luxe1.x bekannt, aufgeräumt und nutzerfreundlich.


