Testbericht

Panasonic NV-GS-Reihe in der Praxis

Donnerstag, 06. September 2007: Durchgehend mit 3-Chip-Bildsensoren ausgestattet ist die neue Modellpalette aus dem Hause Panasonic. Gleich vier neue Modelle bringt der Hersteller auf den Markt, die insgesamt ein Preissegment von 600 bis 1.200 Euro abdecken. Camgaroo hat die neuen 3-CCD-Boliden getestet.

Neu ist das Bedienkonzept, das allen Modellen der neuen Serie gleich ist. Mittels eines Joysticks lassen sich die wichtigsten Funktion auch während des Filmens ansteuern. Die möglichen Optionen werden kontextsensitiv auf dem Display angezeigt. Der Joystick lässt sich leicht mit dem Daumen der rechten Hand betätigen – die linke Hand bleibt somit frei. Hat man sich erst einmal an diese Form der Bedienung gewöhnt, geht sie leicht von der Hand – auch während der Aufnahme. Ansteuern lassen sich hiermit die gerade im manuellen Modus häufig gebrauchten Funktionen wie Weißabgleich, Fokus, Belichtungszeit, Blende und Signalanhebung. Weitere direkt auswählbare Optionen sind eine spezielle Telemakro-Funktion und der „Soft Skin Mode“ der für die Weichzeichnung von Hauttönen zuständig ist. Um Gegenlichtaufnahmen aufzuhellen findet sich – ebenfalls über den Joystick auswählbar – eine entsprechende Backlight-Funktion. Gut zu gebrauchen ist auch der zweistufige Modus für Nachtaufnahmen. In der ersten Stufe werden die Aufnahmen durch eine längere Belichtungszeit und eine Signalanhebung aufgehellt. Muss jedoch in einer komplett lichtlosen Umgebung gefilmt werden, so dient das Display als Beleuchtung. Ein entsprechender Hinweis erscheint und fordert den Anwender auf, das Display umzudrehen. Dieses zeigt nun eine reinweiße Fläche die für die Beleuchtung naher Objekte ausreicht. Durch die Verwendung von sichtbarem Licht ist die Nachtsicht nicht auf eine Schwarzweißdarstellung beschränkt sondern gibt die natürlichen Farben der so aufgenommenen Motive wieder.
Im Vergleich zum Joysick erweist sich die Betätigung der Taste „Menü“ als deutlich umständlicher. Diese befindet sich auf halber Strecke zwischen Zoomtaste und Auslöseknopf. Mit dem Daumen kommt man hier nicht heran – ebensowenig mit dem Zeigfinger. Eine Positionierung der Taste auf der linken Kameraseite wäre hier sinnvoller gewesen. Die Menüs unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Komplexität abhängig vom Kameramodell. Beim kleinen GS180 wurden einige Funktionen eingespart. Allerdings macht dies die Bedienung übersichtlicher – gerade Einsteiger sollten mit diesem Gerät schnell zurechtkommen können.

Alle getesteten Modelle sind in der Lage echtes 16:9 aufzunehmen auch das kleinste Modell, der GS180.

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