Testbericht, Pioneer
Pioneer A-06 – das Allroundtalent
Montag, 12. Januar 2004: Wer hätte das gedacht, keine fünf Jahre ist es her, als die beschreibbare DVD das Licht der Welt erblickte. Und heute sind die Brenner fast schon Standard. Dabei unterbieten sich die Hersteller Woche für Woche im Preis. Von anfangs über 500 ist derselbige bis heute schon auf unter 150 Euro gefallen – bei ständig steigender Leistung. Ein Hersteller, der diesen Trend mitgeprägt hat wie kein anderer, ist Pioneer. Die Japaner scheinen dem Markt stets einen Schritt voraus. Ihr neuester Clou heisst A-06 und ist der erste Pioneer- Brenner, der DVDs sowohl im DVD-R als auch im DVD+R Format beschreibt. Wir haben uns den Newcomer angesehen.
Multiformat
Ein bisschen überraschend war es ja schon, als Pioneer diesen Sommer mit dem A-06 seinen ersten Mulitformat-Brenner vorstellte. Hatte man es doch letztes Jahr noch strikt verneint, Geräte mit einem anderen als dem hauseigenen DVD-R-Format entwickeln zu wollen. Bisher hatte sich Pioneer nämlich voll und ganz auf den Erfolg des „Minus-Formats“ konzentriert. Mit Erfolg: Rund zwei Drittel aller letztes Jahr verkaufen Brenner unterstützten diesen Standard. Doch scheint die Marktnachfrage Pioneers Nur-Minus-Format- Strategie geändert zu haben. Mit dem A-06 präsentierten die Japaner diesen Sommer ihren ersten Mulitformat-Brenner. Der Neuling beschreibt DVDs sowohl nach dem „Minus-R“ als auch nach dem „Plus-R“ Standard. Nicht zuletzt reagiert Pioneer mit diesem Strategiewechsel natürlich auch auf die beiden großen Konkurrenten Sony und LG, die beide schon erfolgreiche Multiformat-Schreiber auf dem Markt haben.
Die Leistung
In Bezug auf die Brenngeschwindigkeit für DVDs hat sich seit dem A-05 nicht viel geändert. Für eine DVD-R braucht der A-06 knapp 15 Minuten, für das wiederbeschreibbare Format DVD-RW genau das doppelte. Im „Plus-Format“ sieht es ähnlich aus, auch hier braucht der A-06 eine knappe Viertelstunde für die Einweg-Scheibe, dafür aber nur rund 24 Minuten für ein komplettes +RW Medium. Was am neuen Pioneer besonders gut gefällt: Er beschreibt auch CDs in Überlänge, also Rohlinge mit ganzen 90 Minuten Spielzeit.
Mitgelieferte Software
Mit im üppigen Software-Bundle befi ndet sich neben einem Standard Brenn- und Kopier-Programm auch das beliebte „Studio 8“ von Pinnacle in einer Light-Version. So lassen sich Videos komfortabel bearbeiten, schneiden und mit Effekten versehen. Und wer will, gibt seiner DVD mit einem schicken Menü aus der mitgelieferten Expression-Software den letzten Schliff. Eher für Computerfreaks ist die Software Instant Copy gedacht, mit Hilfe derer sich Medien eins zu eins kopieren lassen. So ist es zum Beispiel möglich, Spiele CDs oder Spielfi lm DVDs zu duplizieren, selbst dann, wenn sie mit einem Kopierschutz versehen sind.
Fazit
Mit dem A-06 hat Pioneer in Sachen DVD-Recording einmal mehr einen Volltreffer gelandet.


