Bericht, Home Cinema
Schöne neue Welt
Montag, 12. Januar 2004: Das perfekt vernetzte Heim geistert schon lange in Technikerköpfen herum. Jeder soll schon bald überall und jederzeit Zugriff auf alle gewünschten Informationen erhalten und intelligente Haussysteme sollen Wohnzimmer, Arbeitszimmer und Küche multimedial verbinden.
Mit dem Fernsehen im Internet surfen, den Videorekorder von unterwegs aus programmieren, mit dem Multimedia Cockpit zentral DVDs, Video und Musik speichern, Filme gleichzeitig im Wohnzimmer oder auf den Computermonitoren im Haus ansehen – Realität wurden diese Zukunftsvision im „inHaus Zentrum für intelligente Haussysteme“ in Duisburg. Dort testen Forscher der Fraunhofer-Gesellschaft gemeinsam mit Partnern wie Sony die Zukunft des Wohnens und Arbeitens auf ihre Alltagstauglichkeit. Für ein reibungsloses Zusammenspiel einzelner Bereiche wie Unterhaltung, Internet und Teleworking will zum Beispiel Sony, einer der Mitwirkenden am inHaus-Zentrum, leistungsfähige und zukunftssichere Steuerungsprotokolle entwickeln. In dieser Projektstartphase vernetzt Sony die unterschiedlichen Wohnbereiche über eine Breitband-Infrastruktur. Die Firma Ackermann, Spezialist für Daten- und Kommunikationstechnik und auch einer der inHaus-Partner, arbeitet an der Entwicklung eines Multimedia-Heim-Verkabelungssystems. Waren bisher Fernseher, Videorekorder, Telefon und Computer in verschiedenen Welten zu Hause und gab es strukturierte Verkabelung fast nur in Geschäftsumgebungen sollen diese Kommunikationsmöglichkeiten in Zukunft auch in Wohnungen zur Verfügung stehen. Die Breitwandtechnologie soll – sofern sich die Vorstellungen der Industrie erfüllen - schon bald die Vernetzung aller Haushaltsgeräte ermöglichen und Anwendern erlauben auf verschiedenste Dienste und Informations- oder Unterhaltungsprogramme zuzugreifen. „Die wesentlichen Bausteine dieses vernetzten Heims werden dabei drahtlos miteinander kommunizieren“, erklärte Rudy Provoost, Executive Vice President Philips Consumer Electronics Europa. Er zeigte sich zuversichtlich, dass schon in wenigen Jahren der Anschluss an das Breitband-Internet genauso selbstverständlich sein wird, wie heute die Versorgung mit Wasser oder Strom.
Heimnetze verändern das Leben
Auch auf der IFA 2003 war das Heimnetz in den eigenen vier Wänden eines der Trendthemen, das mit der Veranstaltung „Smart Home” entsprechend wichtig genommen wurde. Dort ging es um geplante Anwendungen für das drahtlose Heimnetz, bei denen auch drahtlose Verbindungen via Bluetooth und Wireless LAN eine wichtige Rolle spielten. „Das Konzept des vernetzten Haushalts wird den Menschen mehr Zeit für ein Leben zuhause geben, den Umgang mit digitalen Inhalten erleichtern und damit das Leben angenehmer und effektiver gestalten“, führte Rudy Provoost aus.

