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Slumdog Millionär – großer Erfolg mit digitaler Technik
Dienstag, 10. März 2009: Acht Oscars räumte Slumdog Millionär bei der diesjährigen Oscar-Preisverleihung in Los Angeles am 22. Februar 2009 ab. Der mit nur 15 Millionen Dollar finanzierte unabhängig europäisch produzierte Film stahl der Konkurrenz die Show und ließ die favorisierte, 150 Millionen schweren Hollywood-Produktion „Der seltsame Fall des Benjamin Button“ weit hinter sich.
Der Film zeigt Indien, wie man es auf der Leinwand noch nicht gesehen hat. Das hat Regisseur Danny Boyle auch der Arbeit von Anthony Dod Mantle zu verdanken. Der preisgekrönte Kameramann, der unter anderem den British Independent Film Award für seine Arbeit bei „Der letzte König von Schottland“ („The Last King of Scotland“, 2006) gewann, ließ das schwere Equipment stehen und mischte sich mit einer kleinen Digitalkamera mitten in die Gassen von Mumbai.
Die außergewöhnliche Liebesgeschichte, voller Leidenschaft und Lebensenergie, in wunderschönen Bildern spannend erzählt, faszinierte inzwischen weltweit ca. 20 Millionen Besucher und hat bereits 150 Millionen Dollar eingespielt.
Nur die Liebe zählt
Hauptperson des Films ist Jamal Malik (Dev Patel). Nur noch eine Frage trennt ihn vom 20-Millionen-Rupien-Hauptgewinn in Indiens TV-Show „Wer wird Millionär?“. Doch was in aller Welt hat ein mittelloser Youngster aus den Slums von Mumbai in dieser Sendung verloren? Und wie kommt es, dass er auf alle Fragen eine Antwort weiß?
Jamal geht es nicht um das Geld, sondern einzig und allein um die Liebe. Für ihn ist die Sendung nur ein Mittel zum Zweck, eine letzte Chance, seine verlorene, große Liebe Latika in der flirrenden Millionenmetropole Mumbai wiederzufinden.
Danny Boyle gelingt es auf unnachahmliche Weise die Elemente des Abenteuer-, Liebes- und Gangsterfilms zu einem berauschenden Mix zu kombinieren und verliert dabei niemals die humorvollen Seiten, die das Leben zu bieten hat, aus dem Auge.
Unauffällige Dreharbeiten durch kleine, flexible Digitalkameras
Wegen der extremen Schauplätze mit ihrem flirrenden Menschengewirr an den verschiedensten Drehorten musste Boyle mit seiner Kameracrew und dem Kameramann Anthony Dod Mantle von vornherein immer mehrere Kamerapositionen und Drehmethoden in Betracht ziehen. Ursprünglich sollte nur ein Teil des Films mit hoch entwickelten SI-2K-Digitalkameras aufgenommen werden und der Rest auf herkömmlichem Filmmaterial, doch Boyle stemmte sich entschieden dagegen, die großen und schwerfälligen 35-mm-Kameras in die Slums mitzune



