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Tipps & Tricks für den Camcorderkauf

Donnerstag, 09. Januar 2003: Worauf muss ich beim Camcorderkauf achten? In den heutigen Videokameras steckt eine Menge Know-how drin. Nicht jedes Feature macht Sinn. Entscheiden Sie sich für ein Gerät, das auf Ihre Drehbedürfnisse optimal zugeschnitten ist. Treffen Sie eine Auswahl zwischen bevorzugtem Bandformat, optischer Qualität, den passenden Kamerafunktionen sowie den richtigen Anschlüssen.

Formatfragen

DV, Digital-8, Micro-MV oder DVD-RAM?
Analoge Aufnahmegeräte sind passé. Analog-Formate wie VHS, VHS-C, S-VHS, Video 8 oder Hi-8 wurden durch die Digital Videotechnik (DV) abgelöst. Die Formate Mini-DV, DVC-PRO, DVCAM, Micro-MV oder Digital-8 zeichnen in Bits und Bytes auf. Damit gehören Kopierverluste beim Überspielen der Vergangenheit an. Noch etwas exotisch ist das DVD-RAM-Format. In höchster Auflösung passen bis zu 30 Minuten auf eine DVD-Scheibe im MPEG2-Format. Damit gehört der gefürchtete Bandsalat endgültig der Vergangenheit an. Die DVDs können aber bisher nur von Playern abgespielt werden, auf denen ein “RAM-Ready”-Aufkleber prangt.

Die digitale Schnittstelle vom digitalen Camcorder in den Computer wird bei Sony mit I-Link und bei Apple mit Firewire benannt. Die Industrienorm heißt: IEEE-1394. Für den Heimanwender kommen derzeit die beiden Digitalformate DV, Digital-8 und Micro-MV in Betracht. In den Digital-8-Recorder passen die alten Analog-Kassetten des Hi-8-Formats und sogar das alte Format Video 8. Der Umsteiger kann somit seine alten Bänder weiter abspielen. Höherwertige DV-Camcorder können auch das professionelle Videoformat DVCAM von Sony abspielen, nicht jedoch das DVC-PRO-Format von Panasonic. Digital-8 und DV bzw. Mini-DV sind technisch gesehen dasselbe, nur die Kassetten unterscheiden sich in der Größe.

Rief Sony einst Ende der 90er-Jahre das Mini-DV-Format ins Leben, um kleine Handycams mit passenden Kassetten zu füttern, ging man im 21. Jahrhundert noch einen Schritt weiter. Um digitale Camcorder in Kleinstbauweise möglich zu machen, wurde das sonyeigene Micro-MV kreiert. Micro-MV zeichnet im Gegensatz zu Digital-8 und DV/Mini-DV nicht im fernsehkompatiblen Digital-Video-Format auf, sondern komprimiert seine Videodaten im MPEG2-Format. Das MPEG2-Format kann zur Zeit nur mit wenigen Programmen geschnitten werden, darunter Sonys MovieShaker. Außerdem können durch die Komprimierung unerwünschte Artefakte (Blockbildung, Kanten) auftreten. Möchte man mit den Standardschnittprogrammen wie Final Cut Pro oder Adobe Premiere MPEG2-Formate schneiden, müssen diese erst im Computer in einen für den Schnitt besser geeigneten Datenstrom gewandelt werden.

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