Nachbearbeitung, Videofilmen
Ulead DVD Power Tools 2.0
Montag, 28. Juni 2004: Authoring-Programme und –Tools gibt es mittlerweile zuhauf, meist in der Kategorie 1-2-3 ab auf die Scheibe. Einfach sind sie – nicht immer in der Bedienung (trotz gegenteiligen Ankündigungen) – aber auf jeden Fall im Anspruch. Für die meisten Anwender dürften die gebotenen Möglichkeiten ausreichen. Beim gehobenen DVDAuthoring, das die Möglichkeiten einer DVD ausreizt (s. DVD-Special 3, Heft 9/2003), wird die Auswahl schon recht dünn – und teuer, wie z.B. „Encore DVD“ von Adobe, das wir in Heft 2/2004 vorstellten. Auf diese Kategorie zielt auch die Version 2.0 von Ulead’s „DVD Power Tools“, die uns kurz vor Redaktionsschluss noch erreichten.
SYSTEMVORAUSSETZUNGEN, FUNKTIONSUMFANG
Nach der problemlosen Installation (empfohlen wird ein Pentium III ab 800 MHz, besser ein Intel- oder AMD-Prozessor ab 2 GHz und 512 MB DDR-RAM, aber auch auf unserem Testsystem mit P IV, 1,6 GHz und 384 MB DDR-RAM gab es keine Probleme), zeigt sich die Oberfläche in vertrauter Aufmachung. Fünf Optionen leiten durch die DVD-Erstellung: Start, Aufzeichnen, Bearbeiten, Menü und Ausgabe. Das gab es auch schon bei der Vorgängerversion, doch enthalten die einzelnen Tafeln einige Neuerungen: So können jetzt die für DVDs maximal 32 Untertitelspuren genutzt werden. Für mehrsprachige Fassungen stehen jetzt alle 8 möglichen Audiospuren zur Verfügung. Zusätzlich zu unkomprimierten PCM oder dem komprimierten MPEG-1 Layer II wird jetzt auch Dolby-Digital AC-3 Ton unterstützt. Mehrsprachigkeit, Untertitelfunktion und die noch umfangreicher gewordenen Navigationsmöglichkeiten lassen sich in einer erweiterten Vorschau in Echtzeit kontrollieren, wozu allerdings der PC nicht gerade nur den Mindestanforderungen genügen sollte. Das gilt auch für die Echtzeit-MPEG Wandlung direkt bei der Aufnahme, die DV-Material schon während des Einspielens encodiert. Neben DV-Camcordern sprechen auch Micro-MV Modelle auf die Gerätesteuerung an, vorausgesetzt, der entsprechende Treiber auf der CD und der entsprechende Aufnahmemoduswurden installiert. Neben diesen Bandformaten akzeptieren die Power Tools auch noch den Import von bereits fertigen MPEG-Material, dem Windows Media Format (WMF), AVI und Quicktime. Auch der direkte Import von Video_TS-Inhalten einer nicht kopiergeschützten DVD ist möglich. Wer mit den Power Tools eine Diashow erstellen möchte, kann auf alle gängigen Grafi kformate zurückgreifen. Was den Ton betrifft, werden neben dem schon erwähnten MPEGLayer 2 und Dolby Digital auch MP3, WMA und WAV angenommen.
CLIPAUFNAHME, IMPORT UND SCHNITT
Die für die DVD benötigten Videos und Dateien werden in einer Storybordleiste unterhalb des angenehm großen Vorschaufensters per Drag & Drop abgelegt. Über eine Navigationsleiste können die impor tier ten Clips abgespielt, und gegebenenfalls nachträglich gekürzt oder Teile als davon als eigene Kapitel abgetrennt werden.

