Testbericht, Nachbearbeitung, proDAD
VitaScene – ein Paradies für Effektliebhaber
Samstag, 06. September 2008: Es gibt viele Videofilmer, für die Effekte das A und O eines Filmes sind, und die bisher Stunden damit verbracht haben, ihrem Videofilm den gewissen Special-Touch zu verpassen. Für diese ist VitaScene aus dem Hause proDAD wie gemacht. Aber selbst die anderen, die eher effekt-skeptischen Zeitgenossen, werden an diesem Programm nicht vorbeikommen, wenn es hält, was die Werbung verspricht - tolle Effekte und Transitions unter Zuhilfenahme von gewollter Unschärfe, den speziellen Filmlook auf Knopfdruck, mit Echtzeitvorschau auch in HD-Qualität. Camgaroo hat VitaScene unter die Lupe genommen.
Grundvoraussetzung – eine DirectX9-kompatible Grafikarte
Die Grundvoraussetzung um VitaScene überhaupt einsetzen zu können, ist eine DirectX9-kompatible Grafikhardware. Wenn diese nicht vorhanden ist, bricht das Programm den Installationsvorgang mit einer entsprechenden Fehlermeldung ab. Ob Ihr Computer über eine solche Grafikkarte verfügt, können Sie am besten direkt auf der proDAD -Webpage unter www.prodad.de testen. Je neuer Ihr Computer ist, desto eher die Wahrscheinlichkeit, dass eine geeignete Grafikkarte eingebaut ist. Sollte Ihr Computer über keine entsprechende Grafikkarte verfügen, lohnt die Überlegung, sich eine zu besorgen. War dieses Thema früher nur für den Einsatz von 3D-Computerspielen relevant, so wird es nun für Videofilmer aktuell, da in Zukunft sicher immer mehr Softwarehersteller auf die Leistungsfähigkeit der Grafikkarten zugreifen werden.
Empfehlenswert für den Videofilmer in diesem Zusammenhang sind z.B. die Grafikkarten AT I Radeon X1950 oder NVIDIA Ge- Force 7950 (oder wenn Geld keine Rolle spielt, die neueste: 8800), wobei grundsätzlich zu beachten ist, dass jedes Schnittprogramm seine „Lieblingsgrafikkarte“ hat, mit der es dann besonders schnell und unkompliziert zusammenarbeitet. Wir werden diesem interessanten Thema im nächsten Camgaroo Magazin noch einen extra Artikel widmen.
Nach diesem kleinen Ausflug in das Reich der Grafikkarten nun wieder zurück zu proDAD s VitaScene. Die Installation läuft selbständig, schnell und problemlos ab. Während des Installationsvorgangs zeigt VitaScene alle auf dem Computer installierten Schnittprogramme, die das Programm als PlugIn akzeptieren, auf. Es besteht freie Auswahl, ob VitaScene in allen Programmen oder nur in den ausgewählten als PlugIn integriert wird. Nach der Installation ist es möglich, VitaScene als Standalone- Programm zu verwenden oder als PlugIn im Schnittprogramm. Wir haben VitaScene als Standalone, in Adobe Premiere Elements und Canopus Edius als PlugIn getestet.
VitaScene lässt sich sehr intuitiv bedienen. Eine Anleitung ist eigentlich nicht erforderlich, kann aber als PDF-Datei von der pro- DAD -Website herunter geladen werden. Für einen Übergangseffekt wird die erste Videosequenz als Video A geladen, die zweite als Video B. Mit einem Klick erfolgt die Auswahl der unzähligen Überblendeffekte und schon läuft im Vorschaufenster der ausgewählte Effekt ab.
Im Schnittprogramm findet man sowohl unter den Effekten, wie auch im Filterbereich, VitaScene als Menüpunkt zum Auswählen. Zur Integration eines Überblendeffektes zwischen zwei Szenen, klickt man einfach den Menüpunkt an und zieht ihn mit der Maus zwischen die beiden Szenen direkt in die Timeline. Ein weiterer Doppelklick auf die nun eingefügte Sequenz öffnet VitaScene. Dort können Sie nach Herzenslust ausprobieren. Mit der Taste F12 verlassen Sie VitaScene wieder und übernehmen den ausgewählten Effekt ins Schnittprogramm. Einfacher geht es nicht. Begeistert haben uns die Auswahl und die Qualität der Filter, mit deren Hilfe man dem Videoclip einen ganz besonderen, individuellen Touch geben kann. Auch die vorhandenen Unschärfefilter lassen Raum für kreative Anwendungen.
Die Auswahl der Filter ist genauso einfach wie die der Effekte. Die Sequenz, die in einem bestimmten Filmlook dargestellt werden soll, wird in der Timeline aktiviert, dann klickt man unter dem Menüpunkt Filter proDAD s VitaScene an und aktiviert dadurch das Programm, das sich automatisch öffnet. Im Menü wird der gewünschte Filter ausgewählt, z.B. Old Film und der Videoclip sieht im Handumdrehen aus, als sei er Anfang des letzten Jahrhunderts gedreht worden. Durch Betätigen der Taste F12 werden die Einstellungen wieder direkt ins Schnittprogramm übernommen.
Wir haben VitaScene sowohl im SD- wie auch im HD -Bereich getestet. Obwohl wir in unserem gut ausgerüsteten PC nicht mit der neuesten Grafikkarte arbeiten, lief VitaScene einwandfrei. Lediglich bei der Verarbeitung aufwändiger HD VSequenzen konnte ein leichtes Ruckeln während der Vorschau festgestellt werden, sowie eine etwas verzögerte Reaktion der Mausbewegungen. Um in den vollen Genuss von VitaScene zu kommen, empfehlen wir allen Anwendern, ihren PC mit einer neuen Grafikkarte auszurüsten. Der Kostenaufwand von ca. 200 – 300 EURO lohnt sich und ist eine Investition in die Zukunft.
Fazit:
VitaScene von proDAD ist eine Software, die für den ambitionierten Videofilmer, der auf professionelle und stimmungsvollen Effekte ohne großen Aufwand zurückgreifen möchte, unbedingt empfehlenswert. Das Programm lässt sich sowohl im SD- wie auch im HD -Bereich einsetzen, und es geht ruckzuck. Durch eine neue Technik werden die extrem hohen Rechenleistungen von aktuellen hochwertigen Grafikkarten optimal ausgenutzt. Um in den vollen Genuss von VitaScene zu kommen, ist aber eine geeignete Grafikkarte Voraussetzung. Die Schnelligkeit des Workflow im Zusammenspiel mit den gängigen Schnittprogrammen, die Echtzeitvorschau und die Renderleistung sind beeindruckend und werden nicht nur die Effektliebhaber, sondern auch so manchen Effektmuffel begeistern - ebenso die Möglichkeiten der individuellen Farbkorrekturen. Wer bisher vor dem Aufwand professionell anmutender Filmeffekte zurückschreckte wird mit proDAD s VitaScene eine Software erhalten, mit der er in kürzester Zeit interaktiv und intuitiv seinem Videofilm einen individuellen Stempel aufdrücken kann - und das Ganze zu einem vergleichsweise günstigen Preis.WISSEN:Der Grafikprozessor (engl. Graphics Processing Unit = GPU) ist für die Berechnung der Grafikinformationen zur Bildschirmausgabe zuständig. Er befindet sich meist aus einer Erweiterungskarte, der sogenannten Grafikkarte. Grafikprozessoren werden z.B. von ATI, NVIDIA oder 3DLaps hergestellt und von den Grafikkartenherstellern, wie AB it, Asus, Gainward, MSI, Sapphire auf deren Karten eingebaut. Wie effektiv eine Grafikkarte arbeitet hängt in erster Linie von deren Alter ab. So arbeiten die modernen Grafikkarten mit neuen GPUs sehr schnell und entlasten den Hauptprozessor (CPU). VitaScene greift auf die neuen Grafikprozessoren über DirectX direkt zu und erzielt damit schnelle Berechnungszeiten und ruckelfreie Vorschauen. Auf der proDAD-Website unter www.prodad.de/de/vitascene_std_gfxcard.html können Sie Ihre Grafikkarte auf VitaScene-Tauglichkeit testen.
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