3D/Stereoskopie

Stereoskopie-Grundlagen, Teil 2: Anaglyphen-Technik

Die Anaglyphen-Technik, dem Laien besser bekannt als Rot-Grün-Technik, wurde bereits 1853 von Wilhelm Rollman entdeckt und in den 70er Jahren von Stephen Gibson weiterentwickelt.

Gibson verwendete die Filterfarben Rot (links) und anstatt Grün für das rechte Auge die Farbe Cyan. Da Cyan zu gleichen Teilen aus Blau und Grün besteht, können Farben besser dargestellt werden. (Farbanaglyphverfahren). Die Anaglyphen-Technik ist relativ einfach umzusetzen und das Ergebnis ist auch auf normalen 2D-Displays sichtbar. Eine Rot-Grün bzw. Rot-Cyan-Brille ist die einzige Voraussetzung dafür.

Die Trennung der beiden stereoskopischen Sequenzen erfolgt über komplementäre Farbfilter (rot-grün, rot-blau oder rot-cyan). Beispielsweise nimmt Kamera 1 die Sequenz des linken Auges mit Hilfe eines roten Farbfilters auf, die Sequenz für das rechte Auge wird durch Kamera 2 mit einem grünen Farbfilter aufgezeichnet. Beide Signale werden dann übereinander gelegt und auf einer Projektions- bzw. Bildschirmfläche überlagert dargestellt. Beim Betrachten der Videosequenzen durch die Brille, werden für das linke Auge nur die roten Sequenzen, für das rechte Auge nur die grünen Sequenzen gefiltert (siehe Abbildung). Dadurch sehen die Augen zwei unterschiedliche Bilder, die vom Gehirn wieder zu einem räumlichen Bild zusammengefügt werden.

Die Qualität der 3D-Aufnahmen im Anaglyphverfahren lässt allerdings oft zu wünschen übrig, vor allem die Farbgebung ist durch die Farbfiltertechnik sehr eingeschränkt und eine konsequente Bildtrennung ist nicht gewährleistet.

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