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Effekte in Echtzeit: räumliche Tiefenmessung für Film- und Fernsehkameras

 Montag, 27. Oktober 2014: „zLense": Geringere Kosten für visuelle Effekte in Live-Sendungen und Fernsehproduktionen - Schaffung virtueller Umgebungen ohne aufwändige Studiotechnik

Film- und Fernsehproduzenten können visuelle Effekte in Zukunft mit deutlich weniger Aufwand erstellen. mit zLense kommt eine neue Kameralösung auf den Markt, welche erstmals dem Videomaterial eine dritte Dimension in Echtzeit hinzufügt. Die neue Technologie nimmt eine Tiefenmessung vor, verarbeitet die 3D-Informationen in Echtzeit und macht damit neue Compositing-Methoden möglich. Produktionsteams können erstaunliche 3D-Effekte erzielen, computer-generated Imagery (CGI) auf höchstem technischen Niveau nutzen und dabei das zusammengesetzte Bild unmittelbar sehen und senden. Kernstück von zLense ist ein Kamera-Aufsatz. Die Technologie benötigt daher, im Gegensatz zu bisher gängigen Produktionsmethoden, kein aufwändig vorbereitetes Studio; Kameraleute sowie Moderatoren oder Schauspieler genießen volle Bewegungsfreiheit. Angeboten wird die Lösung von Zinemath, einem Hersteller von Plattformen für die virtuelle Produktion in der Film-, Produktions-, Fernseh- und Gaming-Branche.

Die Virtual Production Platform zLense verbindet eine Technologie für Tiefenmessung und Videoverarbeitung  in einem Kamera-Aufsatz, der das Studio-Bild und die Kamerabewegung räumlich erfasst. Die Sensoreinheit wird wie ein Kompendium an die Kamera angebracht und ist mit annähernd jeder Filmkamera kompatibel. Dadurch sind keinerlei externe Tracking-Geräte oder Marker nötig, mit denen bislang behelfsmäßig 3D-Daten ermittelt werden. zLense integriert zudem bereits das Rendering und reduziert so die Komplexität, die Produktionszeit und die Kosten für die Nutzung visueller Effekte in Live-Sendungen und Fernsehproduktionen. zLense kann gemeinsam mit anderen bereits vorhandenen Rendering Engines, Systemen für Virtual Reality (VR) und Tracking-Technologien eingesetzt werden.

Mit virtual und augmented Reality simulierte Räume schaffen

Mithilfe von zLense können Regisseure einfacher als je zuvor simulierte Räume schaffen oder das gefilmte Bild aufwerten, indem sie VR- oder AR-Effekte (Virtual Reality / Augmented Reality) produzieren. Dies ist nicht nur bei der Übertragung aus dem Live-Studio möglich, sondern lässt sich auch bei der Übertragung von Bildern von anderen Orten oder unter freiem Himmel nutzen.

Die einmalige Tiefenmessungstechnologie ermöglicht der Kamera 360-Grad-Bewegungsfreiheit. Moderatoren, Sprechern und Schauspielern gibt sie eine ungekannte kreative Freiheit und neue Möglichkeiten bei der Interaktion mit den computergenerierten Bildelementen. Da sowohl die virtuellen Bilder als auch die gefilmten Bilder komplett mit 3D-Daten vorliegen, können Regisseure die Bilder vom Kamerakran, Jib-Arm und von der Handkamera beliebig zusammenstellen, während sich die Sprecher vor der Kamera zwischen virtuellen Objekten umherbewegen, mit ihnen interagieren und sie steuern.

„Kostengünstige Plattform für qualitativ hochwertige CGI-Effekte“

„Wir wollen die Welt des virtuellen Studios aufrütteln. Wir geben dem Fernsehen eine kostengünstige Plattform für qualitativ hochwertige CGI-Effekte in Echtzeit in die Hand", sagt Bruno György, Präsident von Zinemath. „Diese weltweit einzigartige Technologie kann die heutige Anmutung von Fernsehsendungen komplett umkrempeln, denn sie gibt Produzenten und Programmdirektoren Zugang zu CGI-Werkzeugen und Technologien, welche für ein ganz neues TV-Erlebnis der Zuschauer sorgen."

Durch zLense wird das teure Matchmoving, mit dem man bisher virtuelle Objekte in Bewegtbilder einsetzen konnte, überflüssig. Die Virtual Production Platform beschleunigt den Prozess des 3D-Compositing derart, dass Regisseure das aus CGI und Live-Aufnahmen zusammengesetzte Bild in Echtzeit sehen können. Die  kürzere Produktionszeit steigert die Wertschöpfung der Studios und Übertragungswagen. Die Lösung ist leicht zu installieren, lässt sich unter fast beliebigen Lichtverhältnissen einsetzen und erfordert nur eine einzige Person zur Bedienung.