Interview, Aktuelle Produktion

Ein Spielfilm entsteht: The Evidence

 Mittwoch, 25. Juli 2012: Simon Pilarski und Simon Spieske verblüfften die Jury des Camgaroo Awards 2011 mit einem perfekt gemacht Trailer zu einem Spielfilmprojekt, das die beiden gerade in Arbeit haben. In ihrem Thriller erzählen sie die Geschichte eines vertuschten Unfalls in einem Atomkraftwerk, schicken ihre Protagonisten auf eine abenteuerliche Reise durch den Urwald und überraschen den Zuschauer mit einem unerwarteten Ende.
[Text- und Bildmaterial: Gabriele Lechner und Simon Pilarski, © Camgaroo/LechnerMedia]

Seit wann beschäftigt Ihr Euch mit dem Filmemachen?

Simon Pilarski: „Mit 11 Jahren habe ich mein Ganzes erspartes Geld zusammengekratzt und mir meine erste Videokamera gekauft. Die stand in einem Schaufenster und wurde gebraucht zum Verkauf angeboten, das war ein Hi-8 
Camcorder. Die Qualität war etwas besser als VHS und den Film musste ich noch zwischen Camcorder und Videorekorder schneiden. Das war so ziemlich der erste Moment, 
in dem ich eine Kamera in der Hand hatte und meine eigenen Erfahrungen sammeln konnte.“

Simon Spieske: “Bei mir war das sehr ähnlich, nur begann ich damals mit der winzigen Digitalkamera meines Vaters, die auch kleine Kurzfilme aufzeichnen konnte. Die begann ich in Schnittprogrammen zu bearbeiten und fand so den Weg zu Visual Effects und Animationsdesign. Jede freie Stunde investierte ich ins Filmen und erlernen der Software.“

Seitdem ließ uns das Filmemachen nicht mehr los. Seit einigen Jahren beschäftigen wir uns intensiv mit allen Gebieten, die das Filmemachen mit sich bringt: Drehbuchschreiben, Kameraführung, Regieführung und digitale Postproduktion. Auch die moderne Videotechnik begeistert uns sehr. Die Möglichkeiten, die durch sie geboten sind, lassen kaum noch Wünsche offen.

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Wie seid Ihr auf die Story zu „The Evidence“ gekommen?

Das war ein sehr abenteuerlicher Weg.  Anfangs wollten wir einen Stereo-3D Abenteuerfilm drehen, der im mexikanischen Dschungel der zwanziger Jahre spielen sollte.

Nachdem das erst Konzept stand, war schnell klar, dass so ein Projekt nicht mit unserem Budget umsetzbar war. Übrig geblieben vom ursprünglichen Drehbuchentwurf ist nur noch der Charakter von Lea und das für Abenteuerfilme typische Urwald Setting. Wir haben etwa ein Jahr vom ersten Konzept bis zur finalen Version am Drehbuch für den Kurzfilm gearbeitet. Jetzt planen wir gerade daraus einen Langfilm zu produzieren.

Wer war an der Entstehung des Trailers beteiligt?

Zunächst waren da nur wir beide. Drehbuch, Technik und Planung haben wir gemeinsam gemacht, so wie bei allen vorherigen Projekten. Bei den Dreharbeiten waren natürlich eine Menge mehr Personen dabei.  10 Crew Mitglieder und zeitweise 5 Schauspieler waren am Set. Wir führten Regie und bedienten die zwei Kameras. Dabei wurden wir von unserem Regieassistenten Nico Nonne und dem Kameramann Patrick Arendt unterstützt. Um die Aufzeichnung des Tons kümmerten sich ein Tonmeister und seine Assistentin. Dazu kamen weitere Helfer für die Logistik und Fahrten, Maske und Kontinuität, Produktionsfotografie und Lichttechnik.

In der Postproduktion Arbeiten wir wieder im zweier Team. Simon Pilarski kümmerte sich dabei um den Schnitt und die Synchronisierung des Tons. Simon Spieske erledigte alle visuellen Effekte, Mattepaintings, Farbkorrekturen und das Color Grading.

Mit welchem Equipment habt Ihr gedreht und in welchem Format habt Ihr aufgezeichnet?

Seit einigen Jahren arbeiten wir ausschließlich mit der Canon EOS 5D Mark II in HD. Bei den Dreharbeiten laufen immer 2 Kameras, um immer zwei Einstellungsgrößen der Szene aufzunehmen, das bietet uns im Schnitt die meisten Möglichkeiten. Für die Kameraführung setzen wir auch einen Kamerakran mit Remotehead, Steadycam und Dolly ein. Eine besondere Herausforderung war ein Nachtdreh, bei dem wir eine große Waldfläche ausleuchten mussten. Die Strahler nachts im Unterholz aufzubauen war keine einfache Aufgabe.