Aktuelle Produktion, Interview

Filmemacher Konstantin Korenchuk – Mit der Geschichte eines jungen Profi-Taschendiebes den Spielfilm Sonderpreis gewonnen

 Mittwoch, 23. Januar 2013: Konstantin Korenchuk gewann mit seinem Film „Klauberger“ den „Spielfilm-Sonderpreis“ beim Camgaroo Award 2012 in Zusammenarbeit mit ProSiebenSAT1. Damit geht für ihn ein Traum in Erfüllung. Gemeinsam mit SAT.1 und Camgaroo wird das Spielfilmprojekt entwickelt. Inhalt: Dem jungen Profi-Taschendieb und Parkour-Talent Steven ist keine Mauer zu hoch, kein Hindernis scheint unüberwindlich. Auf der Jagd nach seinem Traum schliddert der Einzelkämpfer leichtfertig durch die verrücktesten Situationen. Bis ein Koffer mit unbekanntem Inhalt dafür sorgt, dass Steven in einen Konflikt zwischen drei Personengruppen gerät und sich die Frage stellen muss: Wer kämpft gegen wen und vor allem - Wofür? Ein irrsinniger und wahnwitziger Konflikt, der sich in Auseinandersetzungen, Missverständnissen und Verwechslungen immer weiter zuspitzt.

Camgaroo: Bitte stell Dich und Dein Team kurz vor.

Konstantin Korenchuk: Vor einem halben Jahr hat sich unser Team aus Freiberuflern und Freelancern zur Aufgabe gesetzt, nach einigen Kurzfilmproduktionen, den ersten Kinospielfilm (AT: „Klauberger“) zu realisieren und sich zukünftig im Kinosektor als Filmemacher/Freelancer zu etablieren. Gemeinsam wurde im November 2011 ein 3 min. Pitch-Trailer gedreht, sowie ein Film-Package (Filmangebotspaket) erstellt. Ziel für dieses Jahr ist es eine Filmproduktionsfirma zu finden, die Interesse hätte die Produktion des Spielfilms kommerziell in die Hand zu nehmen. Gemeinsam decken wir alle künstlerischen Bereiche der Filmherstellung ab. Zu diesen Bereichen zählen Drehbuch, Regie, Kamera, Setton, Musik, Sounddesign, Colorgrading, Audio-Recording, Grafikdesign und Webdesign. 

Ich selbst bin 21 Jahre alt und studiere in Köln International Business mit dem Schwerpunkt „Film & Media Marketing“.

Camgaroo: Seit wann beschäftigst Du Dich mit dem Filmemachen?

Konstantin Korenchuk: Seit ich 17 bin. Seit Juni 2009. Mein erster Film hieß „Der Sternenberg“ und hat 30 Euro gekostet. 4 Wochen nach Fertigstellung gewann der Film den 3. Geldpreis bei einem Festival, welcher 150 Euro wert war.

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Camgaroo: Gab es Probleme beim Dreh?

Konstantin Korenchuk: Zum Glück nein. Alle meine bisherigen Projekte waren von unangenehmen Problemen, Pannen und Rückschlägen begleitet. Dafür bin ich aber im Nachhinein dankbar, weil ich daraus gelernt habe.  Und somit alles getan habe, damit das beim Trailerdreh nicht passiert. Zum Glück verlief der Dreh relativ problemlos. Mehrmals hatte ich allerdings starke Herzklopfen bei gefährlichen Stuntszenen.  z.B. als der Parkourläufer ohne jegliche Absicherung an der Außenfassade eines Autoparkhauses in 10 Meter Höhe hochkletterte. Oder als der Stuntman mit dem VW um die Kurve einen Schleuderstunt machte. 

Es gab allerdings vor dem Dreh ein großes Problem: Zwei Tage vor dem Dreh ist der Tonmeister abgesprungen. Tonleute sind generell immer sehr schwierig zu finden, selbst 2 Monate vor dem Dreh. Aber nun hatte ich das große Vergnügen einen Tag vor dem Dreh noch einen Tonmeister finden zu müssen, das war ein wahres Himmelfahrtskommando!!  Das habe ich aber in der Tat geschafft, dazu noch einen guten Tonmann, der für die gleiche Summe mitgemacht hat, wie der erste.  Ein Wunder!  Ansonsten wäre die Tonqualität des Trailers sehr miserabel gewesen.

Camgaroo: Wie lange habt ihr für die Umsetzung benötigt?

Konstantin Korenchuk: 4 Drehtage. 2 Monate harte Vorbereitung. Obwohl der Trailer nur 3 Minuten geht, hatten wir einen riesigen Location- und Personalaufwand.

Ich glaube mehr als 10 Locations und insgesamt 30 Leute mit Cast und Crew.  Das war sehr hart zu koordinieren.  Ein Glück, dass ein Hotel uns gesponsort hat und wir für die Unterkunft nichts bezahlen mussten.

Camgaroo: Was bedeutet Euch der Camgaroo Award?

Konstantin Korenchuk: Dass das, wofür wir über ein Jahr gekämpft haben, endlich in Erfüllung geht und unsere harte Arbeit sich auszahlt! Unser Ziel war es immer an professionelle Produzenten aus der Branche zu kommen, die wirtschaftliches Know-How haben.  Das haben wir nun geschafft.