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AVID: Die Consumer im Visier

Mittwoch, 19. Mai 2004: Die Firma Avid, die sich bisher vor allem im professionellen Bereich einen Namen gemacht hat, entdeckt nun verstärkt den Anwendermarkt für sich. Jetzt möchte Avid noch aggressiver in den Consumermarkt vorstoßen und bietet dazu die neueste Version 4.1 von Avid Xpress DV an.

 

Die Firma Avid, die sich bisher vor allem im professionellen Bereich einen Namen gemacht hat, entdeckt nun verstärkt den Anwendermarkt für sich. So wurde bereits vor ca. zwei Jahren die Standard-Version Xpress DV zum Preis von etwa 2000 € und das sog. „PowerPack“ für 3500,- € auf den Markt gebracht. Im Vergleich zu den professionellen Xpress- Lösungen, die im fünfstelligen Bereich lagen, war dieser Preis damals sensationell. Jetzt möchte Avid noch aggressiver in den Consumermarkt vorstoßen und bietet dazu, wie bereits berichtet, die neueste Version 4.1 von Xpress zu einem Preis von 719,20 € an. Das Programm bietet einen idealen Einstieg, besonders auch für diejenigen, die mit dem Gedanken spielen, ihr Hobby irgendwann zum Beruf werden zu lassen. Avid Xpress enthält in einem Paket sowohl die PC wie auch die Mac-Version.

 

Xpress DV ist kompatibel mit den Avid Media Composer Systemen und unterstützt die Formate RealNetworks G2, Microsoft Windows Media, AVI, Apple Quicktime und MPEG-1 bzw. MPEG—2 über Sonic DVDit! LE. Dank des im eigenen Hause entwickelten Codecs ist eine Echtzeitvorschau von über 100 Effekten und mehreren Videospuren möglich ohne zusätzliche Hardware. Professionelle Farbkorrekturen lassen sich in der neuen Version schnell und einfach verwirklichen.

In der „Select User and Project“ Dialog Box werden Anwender und Projekt angelegt oder geöffnet. Dabei können dem sog. „Power User“ spezielle Privilegien zugewiesen werden. Die Verwaltung des Projektes erfolgt im „Projektfenster“, in dem Ordner sog. Bims angelegt werden können. Hier lassen sich alle wichtigen Daten des Projektes anzeigen und verwalten. Der Composer und die Timeline besitzen eine frei konfigurierbare Werkzeugpalette, die per „drag and drop“ aus einer Beispielpalette belegt werden kann. Vor dem Aufnehmen der Videoclips muss in den „Settings“ definiert werden, welches Gerät gesteuert und auf welche Festplatte aufgenommen werden soll. Das Aufnahmefenster wird in unter Tools / Records aufgerufen oder man verwendet die im Toolset unter „Source/ Recording Editing“ vorgegebene Arbeitsoberfläche. Die automatische Szenenerkennung sorgt dafür, dass man beim Überspielen längerer Videoaufzeichnungen nicht den Überblick verliert. Die Szenen werden anhand der Metadaten des DV-Bandes festgestellt (drücken der Stopp- bzw. Starttaste des Camcorders). Photoshopdateien können, meist ohne größere Probleme, mit den unterschiedlichen Layern importiert werden.

Xpress stellt acht Videospuren und acht Audiospuren zur Verfügung. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit des „Nesting“, wodurch sich mehrere Videospuren in der Timeline zu einer zusammenfassen lassen. Das erhöht die Übersichtlichkeit und hilft beim Arbeiten im Schnittbetrieb mit nur einem Monitor.

Um die Videoclips auf der Festplatte und innerhalb der Bins zu organisieren, stehen mit „Managing and Relinking Media Files“ umfangreiche Möglichkeiten zur Verfügung. Dabei werden Clips gelöscht, verknüpft und kopiert, ohne dass man das Xpress verlassen muss.

Der Composer Monitor (Kontrollmonitor für die Timeline) verfügt über eine eigene Werkzeugpalette und das Aufklapp-Menü. Wenn man den Composer in die Breite zieht, erscheint automatisch das zweite Monitorfenster für das Quellenmaterial. Hier können die Clips bearbeitet werden um sie dann per „drag and drop“ in die Timeline zu ziehen. Die Darstellung der Clips in der Timeline lässt alle Möglichkeiten offen. Die Größe der Spuren kann man einzeln festlegen. Alle Avid-eigenen Effekte und Übergänge können in einer Echtzeitvorschau überprüft werden, die in der Timeline aktiviert wird.

Mit dem Audio Punch-In Tool kann direkt in die Timeline aufgenommen werden. Dabei ist es möglich z.B. die schon vorhandene Hintergrundmusik mithören, während man einen Live- Kommentar dazu spricht.

Avid Xpress DV 4.0 ist ein sehr preisgünstiges professionelles DV-Schnittsystem, das den ambitionierten Videofi lmern und Semiprofi s empfohlen werden kann, die Wert auf schnelle Ergebnisse durch optimalen Workfl ow legen und die über einen entsprechend gut ausgestattete PC bzw. MAC verfügen. Der Einsteiger sollte allerdings dem Englischen wenigstens in Grundzügen mächtig sein, um mit dem Programm zurecht zu kommen. Tipp: Auf den Webseiten von Avid kann man sich kostenlos Free TV herunterladen, das in der Benutzerführung an Xpress angelehnt ist. Wer sich dort zurechtfi ndet, hat auch mit Avid Xpress keine Probleme.




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