Testbericht, 3D, Camcorder, Panasonic
Die Panasonic SDT750 - beste Bildqualität in 2D und überraschend gute Ergebnisse in S3D
Mittwoch, 22. Dezember 2010: Die neue Panasonic SDT750 ist nicht nur ein qualitativ hochwertiger HD-Camcorder (Grundlage bildet die Panasonic SD707), sondern lässt sich durch Aufschrauben des mitgelieferten 3D-Objektives in Handumdrehen zur ersten verfügbaren Consumer Stereo3D Videokamera umbauen [von Gabriele Lechner].


Und so sollten die Linien bei richtiger Kalibrierung aussehen.

keine Verschiebung - beide Bildelemente liegen genau übereinander – hier entsteht das Scheinfenster; Rechts Cyan – links Rot (entsprechend der Anordnung der Brillengläser = positive Parallaxe) – die Bildelemente verlagern sich vom Scheinfenster aus nach hinten; Links Cyan – rechts Rot (= negative Parallaxe) die beiden Sehstrahlen überlagern sich, die Augen beginnen leicht zu schielen – das Objekt tritt scheinbar aus dem Monitor heraus.

Linsengruppen: So ist das Objektiv der SDT750 aufgebaut.

Beim Filmen werden das linke und rechte Bild von der 3D-Vorsatzlinse an den Sensor geleitet (linkes und rechtes Bild getrennt). Bei der Aufnahme werden das linke und rechte Bild vertikal gestreckt (x2) und nebeneinander aufgenommen (Side-by-Side).

Der abgeschnittene Baumstumpf wurde durch das Scheinfenster vorne links angeschnitten, dadurch wird die Szene vom Betrachter als störend empfunden.

So ist es besser – der abgeschnittene Baumstumpf ist komplett im Bild, die Kameraposition wurde etwas nach unten verlegt und damit eine optimale räumliche Wirkung erzielt.
Die Bedienung des Camcorders gestaltet sich sehr einfach. Das Objektiv muss lediglich vor der Benutzung entsprechend justiert werden. Das geschieht im Menü unter „Einrichtung“ und dort mit Hilfe des Menüpunktes „Einstellung 3D-Vorsatz“. Versehentlich wählt man hier gerne den nächsten Menüpunkt Kalibrierung aus, der ist aber lediglich für die Kalibrierung des Touch Screens zuständig.
Zur Justierung des 3D-Vorsatzes muss die Objektivkappe aufgesetzt werden und dann Schritt für Schritt der Anweisung auf dem Display gefolgt werden. Die kleinen Einstellräder sind auf der Oberseite des Vorsatzes unter einer Klappe versteckt.
Mit dem ersten Drehrad werden die Linsen vertikal ausgerichtet, mit Drehrad Nummer zwei lässt sich Höhe der beiden Linsen verstellen. Drehrad Nummer 3 bewegt die linke Linse nach oben bzw. unten. Beide Linsen müssen horizontal auf der gleichen Höhe liegen. Schleicht sich hier ein Fehler ein, so hat das unangenehme Auswirkungen auf die Betrachter des S3D-Filmes. Zum Schluss richten Sie die Kamera auf ein Objekt, das etwa 1,2 – maximal 2,0 m entfernt ist und kontrollieren nochmals, ob im Display die Abbildungen der linken und rechten Linse auf gleicher Höhe liegen.
Das war´s auch s