Testbericht, Nachbearbeitung, proDAD
Praxistest proDAD Mercalli 2.0
Mittwoch, 01. Dezember 2010: Die Camcorder werden immer kleiner, die Zoomfaktoren immer höher. Das hat unweigerlich zur Folge, dass die Videos wackeliger werden. Zwar sind die integrierten Bildstabilisatoren der Camcorder seit 2009 deutlich besser geworden, aber auf einem 40 Zoll Flachbildschirm sieht man trotzdem jeden noch so kleinen Wackler. Einige Schnittsoftware-Anbieter haben dafür in ihre Programme inzwischen einen „Entwackler“ eingebaut. Als unumstrittener Topkandidat gilt aber immer noch ProDADs „Mercalli“, die Beruhigungspille für wackelige Videoaufnahmen. (Bernhard Renner, GL)
Namensgeber für das Programm ist sinnigerweise Guiseppe Mercalli, ein italienischer Priester, Seismologe, Vulkanlogo und Erfinder der Mercalliskala, die für die Bestimmung der Stärke von Erdbeben herangezogen wird. Wir schließen daraus, dass ProDads Mercalli auch erdbebenartige Unruhen aus der Videoaufnahme herausfiltert.
Wie schon der Erstling, ist die neue Version 2.0 sowohl als Stand-Alone Version sowie als Plug-In für die gängigsten Videoschnittprogramme erhältlich. Sogar für Pinnacle’s Studio gibt es nun eine eigene Version.
Soll eine Aufnahme nachträglich entwackelt werden, müssen mehrere Faktoren berücksichtigt werden:
- Wurde die Kamera nur mit einer Festeinstellung auf ein statisches Motiv gerichtet oder ein bewegtes Objekt verfolgt (z.B. ein Segelboot vom Ufer eines Sees aus).
- Hat man horizontal oder vertikal geschwenkt, hin- oder weggezoomt?
- Oder wurde die Aufnahme im Gehen gemacht (z.B. Brautpaar verlässt die Kirche), was unweigerlich zu leichten Schlingerbewegungen führt?
Während der Bildstabilisator im Camcorder die jeweilige Situation erkennt und entsprechend gegensteuert, muss die Software eine aufwändige Bildanalyse durchführen.
Als Vorlage wählten wir Clips, die wir im Sommer 2008 mit der Sony TG-3 beim 850.
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