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Samsung VP-DC161: DVD für Einsteiger
Donnerstag, 06. September 2007: Nun hat auch Samsung eine Reihe von DVD-Camcordern herausgebracht. Die kompakten Geräte sind, laut Hersteller, besonders für Einsteiger geeignet. Wir haben das kleinste der Geräte unter die Lupe genommen. Klein leicht und kompakt - das ist der erste Eindruck wenn man den DC161 in die Hand nimmt. Das Gehäuse macht einen etwas wackeligen EIndruck. Bauartbedingt muss es eine gewisse Mindesthöhe aufweisen, schließlich soll das Aufnahmemedium darin Platz finden — wie bei anderen DVD-Camcordern auch. Das hat immerhin einen Durchmesser von 8 Zentimetern. Auch hier unterscheidet sich Samsungs neue Camcorder-Reihe nicht von der Konkurrenz. Die Aufnahmemedien stecken im Handgriff. Die rechte Hand liegt flach am Laufwerksdeckel an. Die häufig benötigten Bedienelemente sind dennoch gut zu erreichen.
Die Menüführung ist übersichtlich und lässt sich über den eingebauten Joystick leicht ansteuern. Wie bei jedem DVD-Camcorder muss auch hier die DVD zunächst formatiert werden bevor darauf aufgenommen werden kann. Dies dauert in der Regel nicht allzu lange – wenn es aber einmal sehr schnell gehen muss, sollte man eine ausreichende Anzahl an Medien vorformatieren. Verwenden lassen sich DVD-R- und DVD+R-Rohlinge letztere auch als Double-Layer-Version. Nach dem Einlegen eines dieser Medien beginnt die Formatierung automatisch. Auch DVD-RW-Medien können mit dem DC161 verwendet werden. Diese lassen sich erst nach einer Sicherheitsabfrage formatieren. Zwei Formatierungsmodi stehen zur Verfügung. „Video“ ermöglicht es die DVD gleich nach dem Finalisieren direkt über einen beliebigen DVD-Player betrachten zu können. Allerdings lässt sich der Inhalt nicht weiter mit dem Camcorder nachbearbeiten. Die Einstellung „VR“ hingegen erlaubt die Bearbeitung der Videos mit dem DC161, wie etwa das Umsortieren und Löschen einzelner Clips. In normalen DVD-Playern lässt sich ein so formatiertes Medium allerdings nicht abspielen.
Die Bildqualität lässt sich manuell steuern. So stehen drei verschiedene Qualitätseinstellungen zur Verfügung. „LP“ („Long Play“) wird am stärksten komprimiert. So passt zwar mehr Video auf die DVD, die Bildqualität leidet jedoch sichtlich. Ein Kompromiss zwischen Bildqualität und Kapazität ist die mittlere der Qualitätseinstellungen mit der Bezeichnung „SP“ („Standard Play“). Für statische Motive und nicht zu heftige Bewegungen im Bild ist dieser Modus durchaus geeignet. Die beste Bildqualität liefert „XP“ („Extra Play“). Hier gibt es auch bei kritischen Motiven, wie bewegten Wasserflächen, keine sichtbaren Bildartefakte – allerdings passen so nur etwa 20 Minuten Video auf Single-Layer-Medien. Im Gegensatz zu 60 Minuten bei „LP“ oder etwa 30 Minuten bei „SP“.
Für unerfahrene Anwender gibt es einen extra Modus. Samsung hat dem DC161 den „Easy. Q“-Modus spendier t. Hier sind die einstellbaren Funktionen auf ein Minimum begrenzt und Automatikfunktionen wie Bildstabilisator, Autofokus, Weißabgleich und Belichtungsautomatik aktiviert. Wer einfach nur draufhalten und mitfilmen möchte ist mit dieser Funktion gut bedient – ebenso wie der pure Einsteiger, der sich am Anfang nicht übermäßig mit Technik herumschlagen will.
Wer sich schon besser auskennt möchte ab und zu eine oder mehrere Automatikfunktionen deaktivieren. Dies ist im normalen Aufnahmemodus möglich. Ist beispielsweise der Autofokus aktiviert muss die Scharfstellung manuell mittels der Lautstärke- Tasten vorgenommen werden. Hier muss allerdings ziemlich feinfühlig vorgegangen werden. Schnell ist man beim manuellen Scharfstellen über das Ziel hinausgeschossen und muss umständlich nachkorrigieren.
Der Autofokus verrichtet bei ausreichend beleuchteten Motiven mit normalem Kontrastumfang brav seinen Dienst, hatte in unserem Test allerdings Probleme mit einem Kirchenfenster. Erst als dieses den Sucher ganz ausfüllt schaffte es die Automatik korrekt scharfzustellen.
Damit die Aufnahmen immer r ichtig bel ichtet sind, gibt es – neben den manuellen Einstel lungsmögl ichkei ten – verschiedene Bel ichtungsprogramme. Voreingestellt ist das Standardprogramm „Auto“ für normale Aufnahmebedingungen. Im „Spor t “-Modus wird die Verschlusszeit verkürzt um Bewegungsunschärfen zu reduzieren. Bei „Portrait“ wird das Motiv im Vordergrund scharf abgebildet und der Hintergrund unscharf. „Spotlight“ dunkelt die Belichtung ab wenn das Hauptmotiv von einem Scheinwer fer angestrahlt wird. Das Gegenteil passiert beim Programm mit der Bezeichnung „Sand/Eis“. Motive im Schnee oder vor hellem Hintergrund werden aufgehellt. Der Modus „Schnell“ dient ähnlich wie „Sport“ dazu, sich schnell bewegende Objekte scharf abzubilden.
Keinen Anlass zur Kritik gibt der Weißabgleich der Kamera. Neben den vorgegebenen Einstellungsmöglichkeiten für Innen- und Aussenaufnahmen liefert die Automatik durchwegs zufrieden stellende Ergebnisse. Auch ist der wichtige manuelle Weißabgleich vorhanden. Dieser verbirgt sich beim DC161 hinter der Bezeichnung „Ben.-WA“. Man sucht sich eine möglichst neutrale Fläche, die von der Hauptlichtquelle beleuchtet wird – etwa ein Blatt weißes Papier – und hält dieses vor die Kamera, so dass es das Sucherbild komplett ausfüllt. Durch Drücken auf „OK“ wird das Blatt Papier als Referenz herangezogen und der Weißabgleich darauf eingestellt.
Die Aufnahme gestaltet sich fast ebenso einfach wie mit vergleichbaren Camcordern. Die Aufnahme startet fast sofort nach Betätigung des Aufnahmeknopfs. Bedingt durch die, für die interne Umrechnung in den MPEG2-Codec notwendige, Pufferzeit läuft die Aufnahme allerdings noch ein etwas nach wenn der Aufnahmeknopf zum Beendigen erneut gedrückt wird.
Wer aus freier Hand filmt sollte den eingebauten elektronischen Bildstabilisator (DIS) aktivieren. Dieser kompensiert leichte Verwacklungen und Bewegungen der Hand bis zu einem gewissen Grad. Bei starken Telebrennweiten – wenn also so nah wie möglich an das Motiv herangezoomt wurde — sollte man den Camcorder besser auf ein Stativ stellen. (Siehe auch „Camgaroo Wissen“ in diesem Heft).
Der Zoombereich ist mit 33fach optisch schlichtweg beeindruckend. Weit entfernte Objekte werden nah herangeholt und lassen sich so bildfüllend darstellen. Im Telebereich ist allerdings ein gewisser Schärfeverlust auszumachen. Die Zoomwippe ist zwar etwas klein geraten, lässt sich aber dennoch einigermaßen gut bedienen.
Wie sein Bruder DC161W, der ein Display im 16:9-Format aufweist ist der DC161 in der Lage echtes 16:9-Video aufzuzeichnen. Hier ist die Funktion zwar nicht voreingestellt, lässt sich über das Kameramenü aber leicht aktivieren. Allerdings gibt es hier Einschränkungen. Im oben beschriebenen „Easy.Q“-Modus aber auch bei aktiviertem Bildstabilisator oder bei der Verwendung digitaler Effekte ist die 16:9-Funktion nicht verfügbar.
Unterwegs ist der DC161 ein handlicher Begleiter. Positv: Sein geringes Gewicht, das ihn auch für den Einsatz bei Bergwanderungen prädestiniert. Ein ganz großes Manko ist allerdings die Akkulaufzeit. Zumindest bei unserem Testgerät war der Akku teilweise schon nach einer halben Stunde leer. Wer sich das Gerät anschaffen will sollte hier auf jeden Fall Zusatzakkus anschaffen, da der Filmspaß sonst ein jähes Ende finden kann.
Sind alle Aufnahmen im Kasten kann im Abspielmodus recht übersichtlich auf die einzelnen Szenen zugegrif fen werden. Dargestellt werden jeweils diese mit Hilfe eines kleinen Vorschaubildes auf einer Seite mit bis zu 6 Einzelszenen, der sogenannten „Titelliste“. Die Clips können entweder einzeln betrachtet werden. Optional lässt sich auch die DVD komplett betrachten wobei die Clips in der Reihenfolge der Aufnahme abgespielt werden.
Wurde die DVD im VR-Modus formatiert so kann die Reihenfolge der Clips angepasst werden. Das passiert in der sogenannten Wiedergabeliste. So lässt sich beispielsweise eine Auswahl der besten Clips einer DVD erstellen und in der Reihenfolge bearbeiten.
Fazit:
Wer in die Welt der DVD-Camcorder hineinschnuppern will, bekommt mit dem VP-DC161 ein Gerät das für ein Einsteigermodell einiges an Funktionen bietet. Gerade die Möglichkeit auch hier im 16:9-Format filmen zu können werten den Camcorder auf. Allerdings muss man für den niedrigen Preis auch Abstriche in puncto Bildqualität und Verarbeitung hinnehmen. Bei unseren Recherchen im Internet fanden wir das Gerät zu Preisen von deutlich unter 400,– Euro. (bk)Hersteller: Samsung ElectronicsProdukt: VP-DC161Weitere Informationen: www.samsung.dePreis (UVP des Herstellers): 499,–
Hersteller: Samsung Electronics
Produkt: VP-DC161
Weitere Informationen: www.samsung.de
Preis (UVP des Herstellers): 499,–
Samsung Camcorder Preise und Meinungen bei idealo.de.


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