3D, Nachbearbeitung, Workshop
Stereoskopisch Rendern: Weniger ist mehr!
Montag, 09. August 2010: Natürlich ist man versucht, den 3D-Effekt maximal auszureizen. Das Auge des Betrachters ist jedoch schnell überfordert. Deswegen hier die wichtigsten Tipps und Tricks zum Rendern von stereoskopischen 3D-Animationen.
Augenabstand: Nicht übertreiben! Bei zu weitem Abstand zwischen linker und rechter Kamera ist der Perspektivunterschied eventuell zu groß um von Gehirn noch verarbeitet zu werden. Zudem erscheinen die abgebildeten Objekte viel kleiner, da sich deren Größe im Verhältnis zum simulierten Augenabstand verringert.
Texturen: Nur, wo auch Strukturen sichtbar sind, kann ein Punkt einer bestimmten Raumtiefe zugeordnet werden. In der Realität gibt es keine perfekten Flächen. Texturen sollten allerdings nicht zu kleinteilig sein, damit Interferenzen vermieden werden.
Weitwinkel: Auch wenn der Weitwinkel-Effekt beeindruckende Ergebnisse liefert, sollte man die verwendete Brennweite dem normalen Sehen anpassen. In der Fotografie wird eine Brennweite von 50 mm als „Normalbrennweite“ bezeichnet. Bezogen auf eine Filmgröße von 36 mm ergibt das ein Gesichtsfeld von ca. 40°.
Kontraste: Je nach Verfahren, mit dem die Bildtrennung für das linke und rechte Auge erfolgt, können zu starke Kontraste zum so genannten „Ghosting“ führen. Gerade sehr helle Objekte, wie Lichtreflexe auf schwarzem Hintergrund, können im Farbanaglyph- Verfahren nicht korrekt getrennt werden und führen zu Irritationen.
Konvergenzpunkte: Die Punkte, an denen sich die Blicklinien von linkem und rechtem Auge kreuzen.

