Testbericht, Camcorder

7 up - Sony HC-7 und SR-7 im Vergleich

 Mittwoch, 19. Dezember 2007: Die 7 scheint im Videobereich bei manchen Herstellern etwas Magisches zu haben, denn immer wieder tritt diese Zahl bei Topgeräten auf. So trägt z.B. das JVC Full-HD Flagschiff die Bezeichnung MD-7 und das einzige 3 CCD-Modell von Sony nennt sich FX-7. Der gleiche Hersteller hat nun auch in der Amateurliga zwei HD-Camcorder, die eine 7 in der Bezeichnung tragen: Den DCR-HC7 und den SR-7. Da beide Camcorder vom Funktionsumfang und der Bedienung sehr ähnlich sind, ist die Entscheidung weniger eine Frage der Features, sondern die nach dem Speichermedium und der Art der Datenkompression: Band oder Festplatte, HDV oder AVCHD. Unschlüssigen will dieser Praxisbericht deshalb ein paar Entscheidungshilfen geben.

Die Ausstattung
Beide Modelle verfügen über den gleichen Kamerateil mit einem regelbaren 10-fach Zoom Carl Zeiss Objektiv, einem 3 Megapixel CMOS-Bildsensor, der im Fotomodus bis auf 6,1 Megapixel interpoliert, sowie eingebautem Blitz. Beim SR-7 schaltet ein Taster im Objektivgewinde (37mm) die Blitzfunktion aus, sobald ein Weitwinkel oder Televorsatz aufgesteckt wird, da der Blitz durch den Aufsatz verdeckt wird. Leider gilt das auch für aufgesetzte Filter, obwohl diese den Blitz nicht verdecken. Wer also nur einen solchen als Objektivschutz verwendet, kann nicht mehr blitzen – beim HC-7 hingegen schon. Hier sitzt der Blitz zudem etwas außerhalb.

Um gleich beim Fotomodus zu bleiben: Beide Camcorder können Fotos mit interpolierten 6,1 Megapixel auf einem Memorystick Duo speichern, der aber nicht zum Lieferumfang gehört. Das mag mancher zwar als kleinlich empfinden, hat aber seinen Grund: Die Camcorder werden schließlich schon Wochen im Voraus produziert. Zum Zeitpunkt der Bestückung sind die Speicherkarten deshalb immer teurer als zum Zeitpunkt des Kaufs, da deren Preise ständig fallen. Sie würden also den Camcorder nur unnötig teurer machen. Nur bei reinen Speicherkartenmodellen werden sie mitgeliefert, denn sonst wären diese nicht betriebsbereit. Hier zeigt sich übrigens ein Vorteil des SR-7 bzw. der Festplatte: In einem eigenen Ordner lassen sich auch Fotos auf dieser speichern. Eine Speicherkarte ist deshalb gar nicht erforderlich. Die Fotos lassen sich auch nachträglich von dort auf den Stick übertragen. Und: Wenn beim Filmen einmal die Festplatte voll wird, kann man auch auf dem Memorystick weiter speichern.

Beim HDV-Modell HC-7 geht das nicht, denn aus welchen Gründen auch immer wird der HDV-Datenstrom nur auf Band aufgenommen, auch wenn der Memorystick vom Datendurchsatz grundsätzlich dafür geeignet währe.

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Videoaktiv

Das Fotografieren während der Videoaufnahme beherrschen beide mit 4,7 Megapixel in 16:9 bzw. 2,7 Megapixel in 4:3. Damit werden auch feinere Bilddetails noch scharf. Die Aufnahmen lassen sich übrigens beim Betrachten mittels Wiedergabe-Zoom um den Faktor 5 vergrößern – auch im Videomodus.

Aufnahmequalitäten
Der HC-7 lässt sich auf DV-Qualität umschalten, falls dies erforderlich ist. Es gibt ja Ereignisse, die nicht unbedingt in HD festgehalten werden müssen. Er bietet auch die Konvertierung von HD-Aufnahmen auf das DV-Format.