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Speicher-Riese - SONY HDR-SR12

 Donnerstag, 04. September 2008: Es rührt sich was im AVCHD-Bereich: mit dem HDR-SR12 hat Sony nun einen Full-HD-Camcorder vorgestellt, der über eine 120-GB-Festplatte verfügt. Wir haben das Gerät genauer unter die Lupe genommen. So eine Festplatte will natürlich verbaut werden. So kommt es, dass der SR12 nicht ganz so filigran daherkommt wie etwa Modelle, die nur auf Speicherkarten aufnehmen. Vorteil: Die Bedienelemente sind gut zu erreichen und auch von Grobmotorikern zu bedienen. Einzig allein die Zoomwippe hätte größer ausfallen können. Hier die gewünschte Zoomgeschwindigkeit zu finden ist im wahrsten Sinne Millimeterarbeit.

Menü
Schön übersichtlich sind dagegen die Menüs geraten. Aufgeteilt auf mehrere Seiten findet man in der Regel schnell die gewünschte Einstellung. Zum Einsatz kommt hier wieder Sonys Touchscreen- Steuerung — die auf dem Display dargestellten Buttons lassen sich direkt per Fingerdruck aktivieren. Praktisch ist das vor allem beim „Punkt- Fokus“. Hier lässt sich der gewünschte Schärfepunkt direkt auf dem Bildschirm durch einfaches Antippen bestimmen.

Szenenwahl
Schnell über das Menü zu erreichen sind auch die vorgefertigten Szenenprogramme. Zur Auswahl stehen „Dämmerung Portrait“, „Sonne tief“, „Dämmerung“, „Kerzenschein“, „Landschaft“, „Spotlicht“, „Schnee“, „Portrait“, „Strand“ und „Feuerwerk“. Letzteres stellt den Fokus auf unendlich. Im Gegensatz zu normalen Automatikprogrammen wird dabei die Belichtung so gewählt, dass der Nachthimmel dunkel bleibt. Das Feuerwerk wird also nicht überbelichtet und die Originalfarben bleiben erhalten. Uns gelangen in unserem Test mit dieser Einstellung beeindruckende Feuerwerk- Aufnahmen.

Display
Ebenfalls einen guten Eindruck macht das Display. Laut technischer Daten kann dieses mit einer Auflösung von 1920 x 480 Bildpunkten aufwarten. Das zeigt sich auch in der Darstellung. Das Bild knackscharf und brillant. Im direkten Sonnenlicht schwächelt das Display zunächst — Helligkeit und Schwarzpunkt lassen sich über das Menü so weit anpassen, dass selbst bei grellem Sonnenschein vernünftiges Arbeiten möglich wird.

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Manuelle Einstellungen
Will man Aufnahmeparameter manuell anpassen, hat man die Möglichkeit den Regler „CAM CTRL“ an der Vorderseite des Geräts mit verschiedenen Funktionen zu belegen. Einfaches Drücken aktiviert die manuelle Funktion. Bleibt man länger auf dem Knopf erscheint das Auswahlmenü. Zur Verfügung stehen Fokus, manuelle Belichtung, automatische Belichtung mit Korrektur und Weißwertverschiebung. Der gewünschte Wert wir durch einfaches Drehen des Reglers eingestellt. In der Standardeinstellung „Fokus“ kann so die Schärfeebene sehr genau verlagert werden. Das funktioniert bei statischen Motiven einwandfrei — das manuelle Ziehen der Schärfe bei bewegten Objekten ist über diese Methode allerdings nur schwer zu realisieren.

Erweiterter Farbraum
Der SR12 bietet mit „x.v.Color“ einen erweiterten Farbraum der sich über das Menü aktivieren lässt. Nicht nur mehr Farben lassen sich so darstellen die Farben erscheinen bei der Wiedergabe — je nach Ausgabegerät — auch stärker gesättigt. In unserem Test wirkte sich das auf Grüntöne fast schon zu stark aus. Alle anderen Farben werden entsprechend kräftig dargestellt ohne unnatürlich zu wirken.