Kamera/Bildgestaltung

Astronauten bei der Arbeit

Bei einem Hubschrauber-Dreh über Houston schaltete ich die getrennt arbeitenden Bildstabilisatoren der beiden HPX-250 auf dem Side-by-Side Rig gezielt ab. Im ersten Moment mag das zwar eigenartig klingen, macht aber Sinn, wenn man weiß, dass zwar die beiden Kameras im S3D-Modus synchronisierbar sind, nicht jedoch deren Bild-Stabilisierungen. Ich wollte, dass mögliche Erschütterungen in beiden Augen gleich sind, sodass wir in der Postproduction bei Bedarf beide Aufnahmen synchron stabilisieren konnten. Im Film übernahm man dann auch diese nachträglich stabilisierten Aufnahmen.

 
Camgaroo: Wie viele Drehtage wurden für den Film benötigt?

Wir hatten 15 Drehtage, allerdings nicht am Stück, sondern immer wieder an unterschiedlichen Orten und Drehblöcken. 

 
Camgaroo: Man hat den Eindruck, dass es in letzter Zeit etwas ruhig geworden ist um Stereo3D. Wie siehst Du das?

Es ist wohl etwas ruhiger geworden, aber das sehe ich nicht als Nachteil. Zurzeit werden viele Erfahrungen gesammelt und nach richtigen und passenden gestalterischen Ansätzen gesucht, das dauert eine zeitlang. Man kann hier nicht von 0 auf 100 durchstarten, sondern muss das Ganze etwas langsamer angehen. Einen großen Schub wird es sicher auch geben, wenn die autostereoskopischen Displays auf den Markt kommen und damit keine 3D-Brillen mehr nötig sind. Das 3D-Feuer ist auf jeden Fall da. Es wird in Zukunft auch für Werbung, Messen, überhaupt im gesamten Business-Bereich eine große Rolle spielen. 

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  • Für 3D-Effekt Rot-Cyan-Brille benutzen

  • DoP Matthias Bolliger beim Dreh im "European Astronaut Centre" der ESA in Köln

  • Aufnahmen im Sternstädtchen bei Moskau,- Herz der sowjetischen und russischen Raumfahrtprogramme

  • Einer der Höhepunkte war der Unterwasserdreh im Neutral Buoyancy Laboratory der NASA in der Sonny Carter Training Facility in Houston. Die Z10000 befand sich in einem Damm Aqua-Space 3D-Unterwassergehäuse