Kamera/Bildgestaltung

Filmen mit der Drohne: DJI Inspire 1 in der Praxis

Einsatz für Filmer

Mit dem Inspire 1 können beindruckende Szenen aus der Luft aufgenommen werden. So lassen sich aufwändige Fahrten realisieren, Fahrzeuge oder bewegte Akteure aus der Luft verfolgen oder epische Schlussszenen realisieren. Man denke nur an ein schmalziges Happy-End: Ein Liebespaar  ndet sich endlich auf einer romantischen Burg und blickt gemeinsam in den Sonnenuntergang. Angefangen von einer Halbnahen lässt sich mit dem Quadrokopter wunderbar in eine Supertotale wechseln in der schließlich die Burg und die umgebende Landschaft zu sehen ist.

Für solche Szenen sollte man den Umgang mit dem Quadkopter sicher beherrschen – vor allem sollte man den Akteuren nicht zu nahe kommen. Die Propeller drehen sich sehr schnell und können schlimme Verletzungen verursachen.

Zwei Bediener

Wer sich den Inspire 1 mit einer zweiten Fernsteuerung bestellt, hat die Möglichkeit die Aufgaben zu teilen.

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Eine Person ist als Pilot rein für den sicheren Flug des Gerätes zuständig, während eine zweite als Kameramann sich ganz auf den Bildausschnitt konzentrieren kann. Mit der zweiten Fernsteuerung lässt sich die Kamera wesentlich einfacher horizontal schwenken – so können auch aufwändigere Verfolgungen komfortabel realisiert werden.

Rechtliches

Während der Inspire 1 auch nichtkommerziell betrieben werden kann und in diesem Fall keiner Anmeldung in Deutschland bedarf, benötigt er für die kommerzielle Nutzung in Deutschland eine Aufstiegserlaubnis vom jeweiligen Luftamt. Hier wird unterschieden zwischen einer allgemeinen Aufstiegserlaubnis, die für zwei Jahre gilt (Beispiel: Luftamt Südbayern) und einer Einzelerlaubnis, die für einen ganz bestimmten Ort und Zweck erteilt wird.

Für alle Anwendungen sind unbedingt die Sicherheitsbestimmungen einzuhalten. So müssen Flugbeschränkungsgebiete und Kontrollzonen beachtet werden. Informationen liefert die jeweilige ICAO-Luftfahrkarte für die entsprechende Region und die Deutsche Flugsicherung (siehe Kasten). Diese Einschränkungen gelten selbstverständlich auch für den Gebrauch des Inspire 1 als „Spielzeug“. Trotzdem sieht man immer wieder auf YouTube-Videos den Betrieb von Quadrokoptern in unmittelbarer Flugplatznähe oder weit über der erlaubten Maximalhöhe.

Es empfiehlt sich zusätzlich eine Haftpflichtversicherung abzuschließen. Sollte der Kopter abstürzen kann schließlich erheblicher Sachschaden entstehen oder auch Personen verletzt werden. Für die allgemeine Aufstiegserlaubnis (Luftamt Südbayern) ist der Versicherungsnachweis sogar Pflicht.

Fazit

Der Inspire 1 kostet in der Variante mit nur einer Fernbedienung 3.199,– EUR . Wer gleich beide Fernbedienungen benötigt kann auf das Komplettpaket für 3.599,– EUR zurückgreifen. Auch wenn der Preis auf den ersten Blick recht hoch erscheint, bekommt man hier ein wertvolles Werkzeug an die Hand, um beeindruckende Aufnahmen zu realisieren.

Der mitgelieferte Gimbal liefert absolut ruhige Bilder auch bei etwas stärkerem Wind. Die 4K-Bildqualität ist überzeugend und bietet zusätzlich einen gewaltigen Spielraum für Filmer, die nur HD-Material benötigen.



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