Postproduktion

Schmalfilme digitalisieren

Die Ergebnisse beider Geräte waren recht ähnlich, wobei Quickvision etwas mehr Details zeigte und natürlichere Farben lieferte. Letzteres kann man aber auch nachträglich per Software korrigieren, was allerdings zusätzliche Berechnungszeit benötigt. Die Ausleuchtung ist bei beiden Modellen so gut, dass der Hotspot-Effekt vernachlässigbar gering ist. In hellen Räumen wirkt der Quickvision allerdings etwas kontrastärmer, da die Projektionsfläche frei steht. Wir empfehlen daher, ihn nicht in der Nähe eines Fensters oder einer Wandlampe aufzustellen. Hier zeigte sich der Videotransfer von Kaiser unempfindlicher. Die seitliche Linsenöffnung, über die der Camcorder das projizierte Bild aufnimmt, ist für die meisten Modelle groß genug, lediglich die Semi-Profi Boliden von Sony oder Canon mit ihren großen Objektiven sind schwierig zu postieren. Hier bietet Quickvision den Vorteil der freien Aufstellung des Camcorders.

Auch für Diaaufnahme geeignet

Beide Transfergeräte lassen sich auch für die Aufnahme von Dias verwenden, sofern dem Diaprojektor die Mattscheiben nicht zu klein sind. Kaiser bietet hierfür in seinem Transfer-Set noch einen Adapterring mit Nahlinse an, die sich auf dem Projektorobjektiv befestigen lässt.

Andere Lösungen

Wer im Internet einschlägige Websites zum Thema aufsucht, stößt immer wieder auf die Überspieleinheit WV-J 20 von Panasonic, die es aber seit Mitte der 90er Jahre nicht mehr zu kaufen gibt und bestenfalls noch in Ebay ersteigert werden kann. Die Funktionsweise entspricht im Prinzip dem Videotransfer von Kaiser. Tüftler mit feinmechanischen Qualitäten können sich auch an einen Umbau des Projektors wagen statt der Projektionslampe eine LED einsetzen, und das Objektiv soweit modifizieren, dass man den Camcorder direkt darauf richten kann, was bei Halogenlampen nicht gerade zu empfehlen ist. Wer entsprechende Ambitionen verspürt, kann sich auf www.faelker.de ein paar Anregungen holen.

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Was tun gegen das Bildflimmern?

Bei den oben beschriebenen Modellen ist der Hotspot-Effekt relativ gering, da die Mattscheiben eine gleichmäßige Streuung haben. Dennoch bleibt ein Problem: Die unterschiedliche Bildfrequenz von Schmalfilm (meist 18, seltener 24 Bilder/ Sek.) und Video (25 Bilder / Sek.). Um ein Flackern der 18 Bilder pro Sekunde bei der Projektion auf die Leinwand zu vermeiden, rotiert zwischen Projektorlampe und Film eine Sektorenblende, meist dreiflügelig. Sie unterbricht jedes Filmbild dreimal, was zu einem mehr oder weniger starken Pumpen in der Helligkeit führt. Bei allen oben aufgeführten Do-it-Yourself Methoden tritt dieser Effekt auf. Für die Abhilfe gibt es auch wieder verschiedene Wege:

Herabsetzen der Bildfrequenz auf 16 2/3 Hz: Nur bei einigen quarzgeregelten Projektoren möglich und nur erfolgreich, wenn sie über eine dreiflügelige Sektorenblende verfügen, denn 3 x 16 2/3 ergeben 50 Hz.

Herabsetzen der Geschwindigkeit mittels Dimmer: Manche Motoren lassen sich prinzipiell nicht regeln. Wird der Motor über das eingebaute Netzteil betrieben und dieses mittels Dimmer heruntergeregelt, kann es sein, dass der Motor gar nicht genügend Spannung zum Anlaufen bekommt. Er wird dann nur heiß und brennt durch. Außerdem wird auch die Projektorlampe dunkler, doch das können heutige Camcorder leicht kompensieren. Der Dimmer sollte ferner für induktive Lasten geeignet sein, da sich ein Motor oder ein Trafo beim Dimmen anders verhalten als eine gewöhnliche Glühlampe. Bastler finden sicher auch einen Weg, den Motor direkt zu regeln, sofern die Bauart dies ermöglicht.



  • Ob normale, hochreflektierende oder Perlleinwand: Das Abfilmen davon bringt keine wirklich zufriedenstellenden Ergebnisse. Bei der Perlleinwand (unten) macht sich obendrein die Körnung der Oberfläche bemerkbar.

    Ob normale, hochreflektierende oder Perlleinwand: Das Abfilmen davon bringt keine wirklich zufriedenstellenden Ergebnisse. Bei der Perlleinwand (unten) macht sich obendrein die Körnung der Oberfläche bemerkbar.

  • Kaiser Videotransfer

    Kaiser Videotransfer

  • Qickvision

    Qickvision