Postproduktion

Special Effects: Die Tricks der Filmemacher

Special Effects aus dem Computer

Wie in vielen anderen Bereichen auch hat der Computer in der Welt der Special Effects eine wahre Revolution ausgelöst. Zum einen ersetzt die digitale Technologie heute schritt für Schritt viele der alten Techniken. So sind z.B. Bildkombinationen, die so genannten „Compositings“ am Computer deutlich schneller und meist auch qualitativ hochwertiger und kostengünstiger zu realisieren. Dabei liegt der größte Vorteil der neuen Technik in der sofortigen Kontrolle. Musste ein Film für eine Farbkorrektur früher neu belichtet und entwickelt werden, (was natürlich entsprechend lang dauerte und Qualitätseinbußen mit sich brachte), können Änderungen heute vorab und ohne zeitliche Verzögerung auf dem Computer kontrolliert und ausgeführt werden.

Doch neben der Digitalisierung alter Technologien macht der Computer vor allem durch seine schier unbegrenzeten kreativen Einsatzmöglichkeiten von sich reden. So ist es Filmemachern heute möglich, ganze Welten, ja sogar Filme am Computer entstehen zu lassen.

Nach „Toy Story“ sind hier vor allem „Ants“ und „Shrek“ populäre Beispiele der sogenannten 3D-Animation.

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Wer nun allerdings denkt, dass heute bereits jegliche Effekte moderner Kinostreifen am Computer entstehen, liegt definitiv falsch. Meist ist es die Kombination aus traditionellen Verfahren und modernster Technik, welche die realistischen Bilder liefert. 

So kamen z.B. im Erfolgsstreifen „Jurassic Park“ entgegen der allgemeinen Meinung nicht nur computergenerierte Dinosaurier, sondern auch sog. Animatronics (Motorisierte Modelle) zum Einsatz. Selbst Peter Jackson setzt in deiner Tolkien Verfilmung „Der Herr der Ringe“ meist auf traditionelle Verfahren. Latex-Masken verwandeln normale Schauspieler in hässliche Orks, otische Täuschungen lassen die Hobbits kleiner erscheinen, und von unzähligen Gärtnern gepflanztes Blattwerk verleiht der „Mittelerde“ ihren unvergleichlichen Charme.

Wir danken allen beteiligten Unternehmen für die freundliche Unterstützung bei der Erstellung dieses Artikels. Insbesondere Paramount Pictures für das Bildmaterial zu Star Trek, Twentieth Century Fox für das Bildmaterial zu Star Wars und Warner Bros. für das Bildmaterial zu Herr der Ringe.



  • Animatronics-Maske

  • Eine typische Rückprojektions-Installation

  • Die Aufprojektion ist eine Weiterentwicklung der Rückprojektion und liefert deutlich kontrastreichere Hintergründe als sein „Vorgänger“.

  • Clark, der Held der Erfolgsserie „Superman“ fliegt nur Dank der Bluebox/Greenbox-Technik durch die Wolken.