3D/Stereoskopie

Stereoskopie-Grundlagen, Teil 4: Shutter- oder Zeitmultiplextechnik

Die Shutter- oder Zeitmultiplextechnik (XpanD) wird gerne von kleineren 3D Kinos, die zwischen 2D- und 3D-Projektion switchen wollen sowie vor allem im HomeCinema Bereich für die Wiedergabe auf Plasma- und LCD-Monitoren verwendet.

Dabei werden die Bilder abwechselnd für das linke und rechte Auge in hoher Bildwiederholfrequenz nacheinander projiziert. Um ein lästiges Flimmern zu vermeiden, liegt der Standard bei 72 Mal pro Sekunde und Bildkanal, was einer Bildwiederholfrequenz von 144 Hertz entspricht.

Eine sog. Shutterbrille sorgt dafür, dass die Bilder beim Betrachter getrennt erfasst werden. Diese muss über ein Infrarotsignal so gesteuert werden, dass in der gleichen Bildfrequenz die Sequenzen für das linke Auge und die Sequenzen fürs rechte Auge getrennt ankommen. Das geschieht durch abwechselndes Abdunkeln des linken und rechten Brillenglases, wie gesagt – gesteuert über ein Infrarotsignal, das vom Projektor, Monitor bzw. dem Abspielmedium übertragen wird.

Genuss von bester 3D Bildqualität

Vorteil dieser Technik ist die Ausnützung der vollen Auflösung der Monitore und die dadurch erzielte hohe Bildqualität. Deshalb haben sich auch die meisten Hersteller von Displays dafür entschieden. (siehe Vorstellung 3D-News). Nachteil ist natürlich die aufwändige Brille, die mit Batterien betrieben werden muss. Der Preis für eine Shutterbrille liegt in etwa bei 130 – 150 EURO. Den angebotenen Monitoren, wie z.B. dem Panasonic VT20 oder dem Sony Bravia LX9 liegen jeweils zwei Brillen bei.

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