Drehbuch, Kamera/Bildgestaltung, Postproduktion, Regie

Wie ein Film entsteht

Sie sind auch verantwortlich für die richtige technische Ausstattung. Wenn Sie professionell produzieren möchten, dann sollte das Aufnahmeformat mindestens Full HD (1920 x 1080) sein. 

Es wird kaum vorkommen, dass eine Szene gleich beim ersten Mal „im Kasten“ ist. Meist bedarf es mehrere Versuche. Gerade Perfektionisten, wie z.B. Martin Scorsese  lassen Szenen immer und immer wieder drehen und überziehen dadurch schnell einmal den vorgegebenen Drehplan – aber jeder Drehtag kostet wieder enormes Geld. Versuchen Sie mit möglichst 3 – 5 Versuchen die Szene „im Kasten“ zu haben. 

Damit Sie bei der Nachbearbeitung noch Durchblicken um welche Szene es sich handelt, sollten Sie vor jedem Dreh auf einer sog. Klappe mit Kreide die Nummer der Szene und der Aufnahmezahl vermerken, z.B. Szene 6/1 Take 1 

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(siehe Foto). Damit man später auch den Ton optimal zuordnen kann, wird vor jeder Aufnahme die Klappe geschlagen und dabei gesprochen: Szene 6/1 die Erste – dann folgt der Klappenschlag. Damit ist später dann eine Synchronisierung des Bildes mit dem Ton möglich.

Der Ton - genauso wichtig wie das Bild 

Dem Ton wird, gerade von Anfängern, oft zu wenig Aufmerksamkeit entgegengebracht. Auch in der Juryarbeit beim Camgaroo Award haben wir immer wieder festgestellt, dass viele optisch sehr gut produzierten Filme am Ton scheitern. Entweder sind die Dialoge kaum zu verstehen, die Musikuntermalung ist unpassend oder es fehlen Geräusche, die das Gesehene entsprechend untermalen.

Der Ton lässt sich in folgende drei Elemente gliedern:

  • Sprache und Dialoge
  • Hintergrundgeräusche, genannt Atmos (Abkürzung für Atmosphärische Geräusche)
  • Musik – die Spannung aufbaut und die Emotionen eines Films verstärkt. Der Ton kann übrigens auch aus dem OFF kommen und selbst für dramaturgische Höhepunkte sorgen.

Halten Sie deshalb im Drehbuch immer fest, welchen Ton Sie sich für die entsprechende Sequenz vorstellen. Das hilft Ihnen bei der Umsetzung. 

Bei einem guten Film wirkt der Ton sehr natürlich und fällt praktisch nicht auf. Er trägt die Handlung mit und unterstreicht die Emotionen. Die Dialoge sind klar verständlich. 

Arbeiten Sie mit externen Mikrofonen und einer Tonangel und zeichnen Sie den Ton am besten separat auf. Wenn nötig synchronisieren Sie den Film nach.

Info:

Wer auf der Suche nach passenden Tönen und Hintergrundgeräuschen ist, dem stehen einige Anbieter im Internet zur Verfügung, z.B. soundpool24.de mit über 2000 GEMA-freien Musiken und 10.000 lizenzfreien Geräuschen für Film, TV, Radio und Werbung als Sofort-Download (ab 4,00 EUR) oder highland-musicarchiv.com mit Gema-freien Kompositionen in den unterschiedlichsten Musikrichtungen. Geben Sie in Ihrer Suchmaschine „GEMA-freie Musik“ ein, so erhalten Sie eine Reihe weiterer Anbieter, zum Beispiel: 
www.gameaudio.net
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www.gemafreiemusik.net
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  • Neugierde kann nicht nur durch interessante Inhalte, sondern auch durch eine abwechslungsreiche Bildsprache oder spannende Kameraführung erzeugt werden. Hier im Bild Kameramann Benedikt Fuhrmann für den Kinofilm „Pension Freiheit“

  • Drehbuchseite und Szenen aus „Pension Freiheit“

  • Szene 33

  • Szene 34

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