Kamera/Bildgestaltung

Wie im Flug - Zeitrafferaufnahmen leicht gemacht

Mit einigen Programmen hat man sogar die Möglichkeit die Aufnahmen direkt auf den angeschlossenen Rechner zu übertragen. Mangelnder Platz auf der Speicherkarte stellt somit kein Problem mehr dar.

Auch die Weiterverarbeitung auf dem Rechner sollte einfach zu bewerkstelligen sein. Digitale Fotokameras nummerieren die Bilddateien fortlaufend durch — ein wichtiges Kriterium um von der Schnittoder Nachbearbeitungs-Software als Bildsequenz erkannt werden zu können. So ist es beispielsweise schon mit der „Professional“-Version des QuickTime Players möglich Bildsequenzen zu laden und in ein von QuickTime unterstütztes Videoformat zu konvertieren. Auch Adobe Premiere bietet eine solche Möglichkeit. Dazu müssen die durchnummerierten JPEG-Dateien in einem Verzeichnis liegen. Wählen Sie im Menü „Datei“ die Option „Importieren...“. Im sich daraufhin öffnenden Dateifenster wählen Sie das gewünschte Verzeichnis aus und klicken Sie auf „Ordner importieren“.

Sollten die Einzelbilder unerwartet lang sein, so kann dies in den Optionen entsprechend angepasst werden. Wählen Sie dazu den Menüpunkt „Bearbeiten > Voreinstellungen > Allgemein...“. Stellen Sie im neuen Fenster unter „Standarddauer Standbilder“ den Wert „1“ ein.

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Normale Videoaufnahmen nachträglich beschleunigen

Mit Hilfe von Nachbearbeitungssoftware ist es möglich eine ganz normale, mit dem Camcorder aufgenommene Filmsequenz zu beschleunigen und praktisch nachträglich eine Zeitrafferaufnahme zu erzeugen. Der Camcorder sollte auf einem Stativ fixiert werden und kann die gesamte Bandlänge aufnehmen. Hier lässt sich durch die Aktivierung des „Longplay“-Modus noch zusätzlich Zeit herausschlagen. Werden 60-Minuten-Bänder verwendet kann im LP-Modus bis zu 90 Minuten lang aufgenommen werden. Bei 80-Minuten-Bändern sogar bis zu 2 Stunden lang. Das sollte für eine Menge denkbarer Anwendungszwecke ausreichen. Um aus dem Videomaterial per Software einen Zeitrafferfilm zu erzeugen muss dieses zunächst komplett auf die Festplatte überspielt werden. Speicherplatz hierfür muss also unbedingt eingeplant werden (siehe Kasten). Zusätzlich wird noch Platz für die Zeitrafferversion des Videos benötigt — je nach Länge unterschiedlich viel. Wie die Videoclips dann weiterbearbeitet werden müssen, haben wir in ein paar Beispielen zusammengestellt.

Beispiel: Adobe After Effects

Nachdem ein neues Projekt angelegt wurde, hat man die Möglichkeit eine neue Komposition mit den Ausmaßen des Videoprojekts (beispielsweise 720 x 576 Pixel bei einer Framerate von 25 FPS für ein normales PAL-DV-Projekt) festzulegen. Im Menü „Ablage“ wählt man den Eintrag „Importieren > Datei...“ und importiert die gewünschte Videodatei. Diese zieht man vom Projektfenster in die Zeitleiste und klickt einmal darauf, so dass die neu hinzugefügte Ebene aktiv erscheint.

Nun kann im Menü „Ebene“ die Option „Zeitdehnung...“ ausgewählt werden, woraufhin sich ein neues Fenster öffnet.

Dort hat man die Möglichkeit die gewünschte Länge direkt einzugeben — oder auch nur den

Dehnfaktor in Prozent einzustellen. Hier liefert ein Wert von beispielsweise 50% ein Resultat, das doppelt so schnell wie das Ausgangsmaterial abläuft und nur halb so lang ist. Für extremen Zeitraffer haben wir hier einen Wert von 1% gewählt. Die ursprüngliche Länge von einer Stunde und 12 Minuten reduziert sich hierbei auf nur 43 Sekunden. Lassen Sie die Einstellung bei „Position halten“ auf jeden Fall auf „In-Point der Ebene“, sonst kann es passieren, dass der resultierende Clip irgendwo ans Ende der Zeitleiste verschwindet.



  • Anzahl der Aufnahmen, Intervalle oder Langzeitbelichtungen können hier frei programmiert werden.

  • Ordner importieren: So lassen sich ganze Verzeichnisse mit Bildsequenzen übernehmen.

  • DV-Dateigrößen