Kamera/Bildgestaltung

Wie im Flug - Zeitrafferaufnahmen leicht gemacht

Damit das Videomaterial weiter verwendet werden kann, muss das Projekt schließlich nur noch mit den gewünschten Einstellungen gerendert werden.

Beispiel: Final Cut Professional

Hier funktioniert das Erstellen eines Zeitraffers ganz ähnlich wie bei After Effects. Das Video wird importiert und aus dem Projektfenster in die Zeitleiste gezogen. Mit einem Rechtsklick auf die nun befüllte Videospur wählt man den Menüeintrag „Geschwindigkeit...“ aus. Es erscheint ein Fenster, in dem die gewünschten Einstellungen vorgenommen werden können. Auch wenn es hier wieder die Möglichkeit gibt Prozentwerte einzugeben, so rechnet die Apple-Software doch grundlegend anders. Hier ist es die Geschwindigkeit, die in Prozent angege-

ben wird. Um einen Clip zu erhalten, der doppelt so schnell abläuft wie das ursprüngliche Material, muss demzufolge ein Wert von 200% eingegeben werden. Um unser ursprüngliches Beispiel zu verwirklichen (Ausgangsmaterial: 1:12:00; Resultat: 0:00:43) sollten wir also eine Wert von 10.000% verwenden. Wahlweise lässt sich die gewünschte Zeitdauer auch manuell eingeben.

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Den Wert im Popup-Menu sollte man auf „Konstant“ sowie die Checkboxen deaktiviert lassen.

Beispiel: Adobe Premiere Pro

Auch in Adobe Premiere Professional lässt sich die Zeitraffer-Funktion ganz einfach aktivieren. Man wählt den zu verändernden Clip in der Zeitleiste an und aktiviert im Menü „Clip“ den Unterpunkt „Geschwindigkeit/Dauer...“. Alternativ geht das auch über das Kontextmenü mit einem Rechtsklick direkt auf den Clip. Es öffnet sich wieder ein Fenster.

Es lässt sich sowohl die gewünschte Dauer, als auch die gewünschte Geschwindigkeit in Prozent angeben. Hier kann für unser Beispiel wieder

ein Wert von 10.000% verwendet werden. Auch wird der Ton nicht außer Acht gelassen. Premiere bietet die Möglichkeit die Tonhöhe beizubehalten. Der Originalton lässt sich so verwenden ohne durch den sonst entstehenden Micky-Maus-Effekt unfreiwillig komisch zu wirken.

Beispiel: Ulead Videostudio

Hier muss man nicht lange suchen. Ist erst mal ein Clip in der Zeitleiste aktiv, springt einen die Option förmlich an. Im kontextsensitiven Bereich der Programmoberfläche wird die Funktion Wiedergabegeschwindigkeit eingeblendet. Ein Klick darauf öffnet das entsprechende Fenster.

Die Geschwindigkeit kann hier über einen Schieberegler angepasst werden. Auch gibt es wieder ein Feld für die numerische Eingabe in Prozent. Dieses ist allerdings auf „nur“ 1000% beschränkt — also 10fache Geschwindigkeit. Um auf

100fache Geschwindigkeit zu kommen, benötigt man ein Rendering, Re-Import und einen zweiten Durchlauf mit 1000%. Somit kann sich die Arbeit in Ulead Videostudio bei extremem Zeitraffer sehr umständlich gestalten.

Fazit

Zeitraffer ist ein faszinierendes Thema mit immer wieder überraschenden Ergebnissen. Experimentieren Sie mit verschiedenen Motiven. Filmen Sie Straßen, Stadtansichten, Wolken oder dokumentieren Sie Vorgänge wie den Bau von Gebäuden und so weiter. Die Möglichkeiten sind schier unerschöpflich. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Experimentieren.



  • Anzahl der Aufnahmen, Intervalle oder Langzeitbelichtungen können hier frei programmiert werden.

  • Ordner importieren: So lassen sich ganze Verzeichnisse mit Bildsequenzen übernehmen.

  • DV-Dateigrößen