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Die 4K Zukunft im Zeichen der Zeit

 Donnerstag, 05. Juni 2014: Camgaroo hat bei Peter Yabsley von Canon Europe nachgefragt, wie er die Zukunft von 4K Videos sieht und welche Wege Canon in diesem Bereich einschlägt.

Hier das Statement von Peter Yabsley

4K ist der nächste große Sprung in der Broadcast- und TV-Industrie – ein Stillstand bringt wenig Vorteile. 2014 – so zeichnet es sich ab – ist das Jahr des Durchbruchs für 4K Video. 

TV-Hersteller setzen auf Ultra High Definition als nächsten großen Schritt im Bereich des Home Entertainment und produzieren eine Reihe neuer, schlanker UHD-Systeme, obwohl derzeit nur wenig 4K TV-Material verfügbar ist. Netflix und Amazon unterstützen als überzeugte Anhänger die Verbreitung von 4K-Video via Internet Videostreaming-Services im Vorfeld zu traditionellen Broadcastern. Sinnbildlich sieht man in der versierten Medienlandschaft, dass 4K nun für den Höhenflug bereit ist.

Führt der Pixel-Count zu einem besseren Seherlebnis?

Natürlich halten viele Skeptiker diesen 4K-Schub für verfrüht. Sie verweisen auf den Mangel an Inhalten, fehlende Standards und eine unzureichende Infrastruktur im Broadcast-Bereich. 4K bietet eine vierfach höhere Auflösung als das derzeit gängige Full High Definition. Diese Tatsache führt zur bemerkenswerten Debatte, ob der Pixel-Count alleine zu einem besseren Seherlebnis führt.  

Ultra High Definition Bilder haben bei der Bildklarheit häufig Defizite. Das Forum for Advanced Media in Europe (FAME) ist auf seiner Tagung in Italien bestrebt, diese zu beheben. Unter der gemeinsamen Leitung des Europe Digital Interoperability Forum und der European Broadcasting Union zielt FAME auf die Entwicklung eines Strategieplan für 4K TV und bringt dazu Broadcaster und TV-Hersteller zusammen. 

Stephan Heimbecher, Head of Innovations and Standards von Sky Deutschland, übernimmt eine Führungsrolle in den Gesprächen und bezieht eine klare Position: „UHD TV muss einen Richtungswechsel im Seherlebnis hervorrufen, um erfolgreich zu sein.“ 

Broadcaster nähern sich konsequent 4K an

Die nur langsame und stetige allgemeine Annäherung an 4K hat einige der ambitionierten europäischen Broadcaster jedoch nicht davon abgehalten, ihren Weg hier konsequent fortzusetzen. Der Satellitenbetreiber SES verriet, dass es Tests für große europäische Kunden – darunter Sky Deutschland, Sky UK und Canal Plus in Frankreich und Spanien – durchführte und sagt voraus, dass bis Herbst 2016 weitere 4K/Ultra-HD Kanäle folgen werden.

Auch der Creative Director der BBC Natural History Unit kann sich die Rückkehr zu HD nicht vorstellen. Seine neue Nature-Serie Survival zeichnete er in 4K auf. Sky Sports strahlte die erste 4K Live Broadcast-Sendung in Großbritannien im vergangenen September bei einem Premier League Fußballspiel aus und bescheinigt dem Format „echtes Potenzial“.

Entwicklung einer Eigendynamik – wie bei der Einführung von HD

Die Eigendynamik von 4K TV unterstreicht die Entwicklung des Fernsehmarktes in der Dekade seit der Einführung von HD. Damals definierte sich die TV-Industrie unter Berücksichtigung der Satellitensender durch einen gewissen Grad an Verknappung. Heute ist das TV nur ein Wiedergabemedium unter vielen und Verbraucher erwarten eine größere Auswahl und Steuerungsmöglichkeiten.