Test, Kamera, 4K

Panasonic LUMIX S1 - „Das Lowlight Monster“ im Praxistest

 Donnerstag, 25. Juli 2019: 

Autofokus durch Firmware Update verbessert aber für Filmaufnahmen noch nicht optimal

Beide Modelle haben auch ein verbessertes Autofokussystem, der sogenannte DFD-Hybrid-Autofokus. Er ist mit einer Fokussier-Zeit von nur ca. 0,08s sehr schnell. Außerdem lassen sich damit nicht nur Gesichter und Augen erkennen, sondern er unterscheidet auch Menschen, Hunde, Katzen und Vögel. Die Funktion lässt sich ganz einfach über eine Taste einstellen und je nach Bedarf schnell switchen. Im Fotomodus arbeitet der Autofokus sehr gut.

Timo Sonnenschein: „Der kontinuierliche Autofocus ist noch etwas verbesserungswürdig. Das heißt, wenn ihr mit der Kamera gimbaln wollt und keinen Schärfezieher dabei habt, z.B. bei Event-Videography, könnte es durchaus zum typischen „Pumpen“ kommen, was sehr ärgerlich sein kann, da dies die Aufnahme ruiniert.“

Menüführung überarbeitet

Überhaupt hat Panasonic die komplette Menüführung überarbeitet. So gibt es nun zwei Benutzerebenen, was der Übersichtlichkeit dient und die Bedienung vereinfacht und beschleunigt. Mit dem kleinen Joystick konnte ich mich schnell durch das Menü bewegen.

Zwei Slots für SDund XQD-Speicherkarten

Sowohl die S1 als auch die S1R sind mit je zwei Speicherkarten-Slots ausgestattet, einen für SD-Cards und einen für die in extrem hoher Geschwindigkeit schreibenden und lesenden XQD-Speicherkarten (bis zu 400 / 440 MB/s). Eine Lademöglichkeit per USB-Anschluss besteht ebenfalls für beide Modelle, wenn es unterwegs mal eng mit der Stromversorgung wird.

Andreas Olenberg: „Durch das neue ausgeklügelte Ladesystem können die Akkus nicht nur mit dem Ladegerät, sondern auch in der Kamera geladen werden. Den mitgelieferten USB-C Kabel habe ich dazu direkt an die Kamera angeschlossen. Die Kamera wurde somit unterbrechungsfrei für den ganzen Tag mit Strom versorgt und der eingesetzte Akku gleich mit geladen, sodass ein Akkuwechsel nicht nötig war.“

Mikrofonund Line-Ton-Eingang

Zur Tonüberwachung gibt es eine 3,5 mm Kopfhöreranschluss und selbstverständlich steht für den Line-Toneingang eine 3,5-mmMikrofonbuchse zur Verfügung.

Timo Sonnenschein: „Ansonsten kann man auch einen XLR-Adapter anschließen und schöne Audioaufnahmen nebst dem Kleinklinke-Eingang an der Seite, recorden. Ein Kopfhörer Anschluss ist ebenfalls vorhanden.“

L-Mount ermöglicht Flexibilität bei den Objektiven

Durch den Einsatz des von Leica entwickelten L-Bajonetts (engl.: L-Mount) erweitert sich das Angebot an einsetzbaren Objektiven. Mit den Partnern Leica und SIGMA bildet Panasonic seit der Photokina 2018 eine Allianz, um einen hohen Qualitätsstandard und einen schnellen Ausbau der Objektiv-Systeme zu gewährleisten. Mit dem neuen SIGMA Mount Converter MC-21 erhöht sich die Auswahl der verwendbaren Objektive um ein Vielfaches.

Tolle Fotoqualität in 6K

Natürlich interessierte uns auch die Fotoqualität der S1. Sowohl Portraits, Innenraumund Architekturaufnahmen haben eine tolle Bildqualität die Farbwiedergabe und die Schärfe konnten uns überzeugen. Auch die Aufnahmen mit der Serienbildfunktion es können in 6K bis zu 30 Bilder/s (jpg.Format / 18 Megapixel) aufgenommen werden, waren hochwertig und stimmungsvoll. Andreas Olenberg hatte die Kamera auch für Making Of Bilder im Einsatz und war begeistert von der Qualität der Fotoaufnahmen.



  • Die Panasonic Lumix S1 im Praxistest

  • ISO 6400 - F/4@105 mm

  • Die S1 mit Vlog in Verbindung mit der Panasonic Lumix S PRO 50 mm f1.4 Optik ermöglicht ein einmaliges Bokeh.

  • Schöne natürliche Hauttöne

Videoaktiv