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Filmemacher Constantin Maier: Aus einem Traum wurde Wirklichkeit!

 Donnerstag, 19. Juli 2018: Constantin Maier hat bereits im Alter von 11 Jahren mit seinem ersten Zeichentrickfilm angefangen, 2 Jahre arbeitete er mit seinen Freunden an einer Story im Stil von 3 Fragezeichen, alles handgezeichnet. Kaum fertiggestellt nahm das Team den nächsten Trickfilm, dieses Mal schon mit Einsatz des Computers, in Angriff. Drei Jahre später war auch dieser Kurzfilm fertig. Constantin Maier fand anschließend immer mehr Gefallen am Drehen von Realfilmen und wagte sich sogar an das Experiment 3D-Film heran. 2010 konnte er mit seinem Film „Schatten der Gerechtigkeit“ den Camgaroo Award im Bereich 3D-Film gewinnen. Ein Jahr später gewann er mit seinem Film „Augenblick“ in der Kategorie Emotionen erneut den Camgaroo Award. Es folgten noch einige Nominierungen. Inzwischen besucht er die Hochschule in Hannover und hat die letzten 3 Jahre seinen ersten Langfilm realisiert. Wir haben ihn gebeten, uns über sein Filmprojekt zu erzählen, wie es entstanden ist und wohin der Weg geht.

Constantin: „Als ich mein Studium an der Hochschule Hannover anfing, wusste ich: Ich will meinen ersten Langfilm machen. Schon lange hatte ich diesen Traum und mit den Ressourcen und dem Freiraum, den mit die Hochschule bot, sollte dieser nun in Erfüllung gehen. Mit Leuten, die ich im Studium kennengelernt hatte, sowie mit welchen, mit denen ich schon lange Filme machte, setzten wir uns zusammen und erfanden verschiedene Geschichten, die wir erzählen wollten. Eine dieser Ideen ließ uns schließlich nicht mehr los: Was wäre, wenn es einen Ort gäbe, der von der Zeit losgelöst ist? Ein Ort, an dem sich, für einen Tag im Jahr, Menschen aus den verschiedensten Jahrhunderten treffen. Das Projekt „Ein Abend Ewigkeit“ war geboren. Noch während wir am Drehbuch schrieben, holten wir uns drei Kommilitoninnen des Kostümdesign-Studiengangs der Hochschule in‘s Team, die die historischen Kostüme der Kneipe sowie alle weiteren Kostüme anfertigen und zusammenstellen sollten. Darüber hinaus füllte sich das Team mit anderen Kommilitonen, wie aus dem Szenenbild-Studiengang, und auch von außerhalb. So zum Beispiel Alex, den ich als Kameramann in‘s Team holte. Wir beide hatten uns im Jahr zuvor beim Camgaroo Award zum ersten Mal getroffen und uns war seitdem klar: Wir wollen unbedingt einen Film zusammen machen. Genauso lief es mit Steffen, dem Komponisten, den ich ebenfalls auf dem Camgaroo Award kennengelernt hatte.

Es war ein wundervoller Spirit, der zu dieser Zeit herrschte. Alle im Team hatten unglaublich viel Bock dabei zu sein und wollten Großes schaffen. Ich erinnere mich sogar daran, dass manche Leute fast selbstverständlich dabei waren, ohne dass ich sie groß fragen oder überzeugen musste. Wir schafften es, über eine Förderung der Nordmedia und unserer Hochschule sowie durch Spender über die Crowdfunding Plattform Startnext, knapp 20.000 € für das Projekt zu sammeln. Unglaublich viel für Leute, die gerade mal am Anfang ihres Studiums standen. Auch wenn es im Verhältnis zu dem, was wir vorhatten, wiederum nicht sonderlich viel war. Also war es nun wichtig, an allen Ecken und Enden Sponsorings und Rabatte an Land zu ziehen. Der größte Teil der Technik, darunter eine Red One, bekamen wir umsonst von der Ausleihe unserer Hochschule. Zusätzliche Technik kam von dem Technik-Verleih in Hannover, MediaTV, die uns das Equipment fast für umsonst ausliehen. Auch konnten wir die Motivgeber so sehr von dem Projekt überzeugen, dass sie uns die Locations kostenlos überließen.

Nach 1,5 Jahren Vorbereitung war es nun soweit: der Dreh stand an. Mit einem Gefühl aus großer Vorfreude, aber auch großer Angst, ging ich in diese Phase. Ich hatte zuvor als Regisseur wenig Erfahrung mit professionellen Schauspielern und erst recht keine Erfahrung darin, ein Team von rund 30 Filmschaffenden zu leiten. Der Dreh dauerte rund einen Monat, mit 20 Drehtagen, und gehört zu einer der spannendsten Erfahrungen meines Lebens. Zu sehen, dass etwas, das man sich vor so langer Zeit mal im Kopf vorgestellt hatte, nun direkt vor den eigenen Augen zum Leben erweckt wurde - das war wunderbar. Die Angst, die ich zuvor hatte, wurde mir schnell genommen. Denn die Schauspieler und das Team - alle brannten für das Projekt und zogen an einem Strang, um die Vision Realität werden zu lassen.



  • Szenenbild aus "Ein Abend Ewigkeit"

    Szenenbild aus "Ein Abend Ewigkeit"

  • Set des Daches

    Set des Daches

  • Das Regie- und Kamera-Department schaut sich eine gefilmte Einstellung an

    Das Regie- und Kamera-Department schaut sich eine gefilmte Einstellung an

  • Aufnahmen des Soundtracks in der Musikhochschule

    Aufnahmen des Soundtracks in der Musikhochschule

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