Kamera, Test

Getestet: Klein, handlich und trotzdem 3D - Die neue Sony HDR-TD20

 Donnerstag, 04. Oktober 2012: Mit der neuen „Frühjahrskollektion“ bringt Sony ein Nachfolgemodell ihres 3D-Consumer Gerätes auf den Markt. Wir haben uns den Sony HDR-TD20 einmal genauer angesehen. Auf den ersten Blick erkennt man sofort den Unterschied zum Vorgängermodell – das Gerät ist deutlich kleiner und dadurch etwas handlicher als die TD10. Die beiden Objektive liegen näher beieinander als beim Vorgänger, wodurch sich die Stereo-Basis (Abstand der beiden Linsen zueinander) von ca. 3,5 cm auf etwa 2 cm verringert.

Der Camcorder ist mit zwei hochwertigen Sony G-Objektiven, zwei Exmor R CMOS-Sensoren (Brutto-Pixel 5,43 Mio. pro Sensor) und zwei leistungsstarken BIONZ Prozessoren ausgestattet. Die beiden Bildkanäle, die als Aufnahmeformat Full HD 1920 x 1080 liefern, werden im 3D Modus in einer MVC-Datei zusammengeführt. Das bedeutet ein Bild wird komplett abgelegt, während vom zweiten Bild nur die Differenzinformationen gespeichert werden. Das spart Platz auf der integrierten 64 GB Festplatte.

Jetzt 10fach Zoom auch im 3D-Modus

Der Zoomfaktor liegt bei 10fach, im 3D-Modus ist er auf 12fach erweiterbar und im 2D-Modus auf 17fach. (Zum Vergleich die TD10 lag bei 6fach im 3D-Modus). 

Wie auch bei der Sony PJ740 lassen sich die manuellen Funktionen dem Drehrad am Objektiv zuweisen. Die jeweilige Funktion lässt sich dann mit Hilfe des Drehrads regeln. Allerdings kann man dem Drehrad logischerweise 
immer nur eine manuelle Funktion zuweisen. Eine Auswahl von mehreren Funktionen zur manuellen Einstellung ist im Menü möglich.

Die Menüführung ist logisch aufgebaut und alle Funktionen recht übersichtlich erreichbar. Optionen, die nicht aktiviert werden können, werden hellgrau dargestellt, was im 3D Modus dazu führt, dass man ein ganzes Stück 
scrollen muss, um eine wählbare Funktion zu entdecken. 

Manuell gesteuerte Belichtung und Fokussierung in 3D

Im 3D Bereich besteht die Möglichkeit manuell zu fokussieren und die Belichtung zu steuern. 

Darüber hinaus kann die „Tiefeneinstellung“ von -8 (Objekt wirkt weiter weg) bis +8 (Objekt rückt näher an den Betrachter heran und kommt aus dem Scheinfenster auf den Betrachter zu) reguliert werden. Dadurch lassen sich einige dramaturgisch interessanten 3D-Effekte einbauen und Einfluss auf die Gestaltung nehmen. 

Im 2D Bereich kann der Fokus, der Weißabgleich und zeitgleich die Belichtung oder die Verschlusszeit oder alternativ die BLENDE manuell geregelt werden. Blende, Belichtung und Verschlusszeit, sind nicht gleichzeitig manuell 
steuerbar. 

Warme satte Farben

Die Bildqualität ist sehr angenehm. Die Farben werden warm, satt und realistisch wiedergegeben. Die Aufnahmequalität insgesamt ist hervorragend auch bei nicht optimalen Lichtverhältnissen, sowohl im 2D wie auch im 3D Bereich.

Gute Tiefenwirkung trotz geringer Stereo-Basis

Erstaunlich ist die trotz der geringen Stereo-Basis von etwa 2 cm eine gute 3D-Tiefenwirkung bis  zu einer Entfernung von etwa 8 – 10 Meter gegeben ist. Auch Zoomfahrten in 3D ließen sich sehr gut verwirklichen und selbst als wir den kompletten Zoomfaktor ausgenutzt hatten, war im heran gezoomten Bild immer noch eine Tiefenwirkung feststellbar.

Das Auflösung der Filme beträgt im 3D Modus 1920 x 1080/50i, im 2D Modus stehen darüber hinaus auch noch 1920 x 1080/25p und 50p zur Verfügung. Aufgezeichnet wird entweder auf der internen 64 GB Festplatte, auf einem Memory Stick oder einer SD-Card, für die jeweils ein Slot zur Verfügung steht. 

Manuelle Tonsteuerung nicht möglich

Eine direkte manuelle Tonsteuerung ist nicht möglich. Im Menü kann lediglich die Auswahl 5.1 oder Stereo-Kanal ausgewählt werden. Integriert sind ein 5.1 Dolby Digital Audiosystem, ein Mikrofoneingang sowie ein Kopfhörer-Anschluss zur Tonkontrolle. 



  • Die neue Sony HDR-TD20

  • Auch bei wenig Licht liefert die Sony TD20 detailreiche Aufnahmen.

  • Natürliche, satte Farben und beste Bildauflösung in 2D und 3D

  • Natürliche, satte Farben und beste Bildauflösung in 2D und 3D