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Placebo Live-Auftritt mit Blackmagic Cinema Camera gefilmt

 Mittwoch, 25. September 2013: Alternative-Rock-Band Placebo hat ein Live-Studio-Set ihres neuen Albums mit einer Blackmagic Cinema Camera aufgenommen. Die einstündige Session wurde in den berühmten Rad Studios in London gefilmt und wird als Bonus-Material auf dem siebten Album der Band erscheinen, das in Kürze unter dem Titel „Loud Like Love" veröffentlicht wird.

Das Projekt wurde mit mehreren Kameras unter der Regie von Charlie Targett-Adams realisiert und von James Tonkin von Hangman Studios produziert. Von den acht festen Kamerapositionen waren fünf mit Blackmagic Cinema Cameras bestückt. „Der breite Dynamikbereich dieser Kamera, ihre Größe und Fähigkeit, direkt in ProRes aufzunehmen sowie der niedrigkontrastige Look, den man mit ihr bekommt, macht sie zu einer idealen Wahl für Live-Shoots wie z. B. den mit Placebo", verrät Tonkin.

„Als Charlie und ich durch die Probeaufnahmen von früheren Filmterminen gingen, wurde ihm sonnenklar, dass alles für diesen Weg sprach. Obwohl Charlie ein junger Kameramann ist, teilt er meine große Vorliebe für den Look von Film."

„Das Wissen, filmen und den Look bereits in der Kamera kreieren zu können, hieß für uns, dass die Blackmagic Kamera genau die richtige Wahl war. Wir mussten die ganze Session ohne Unterbrechungen filmen und das bedeutete, so viel wie möglich im Voraus zu planen. Am Filmtag ließen wir den Dingen dann einfach ihren Lauf."

Weil sich das Placebo-Management eine ehrliche Repräsentation wünschte, wie die Band hinter geschlossenen Türen spielt, war unser Ziel, dem Ganzen einen unkomplizierten Look zu geben, der sich natürlich auf der Kamera anfühlt. Das bedeutete, die Band mit möglichst wenigen Ablenkungen spielen zu lassen.

Tonkin erklärte weiter: „Wir haben zwar verschiedene Rollwagen und Schienen eingesetzt, unsere Kameraleute befanden sich aber während des ganzen Shoots hauptsächlich an festen Positionen. Und die Arbeit auf engem Raum wie in den Rak Studios wollte sorgfältig geplant sein. Ich musste für ausreichend unterschiedliche Kamerawinkel sorgen, damit die ganze Sache zusammenhänged, rundum abgedeckt und dynamisch rüberkam. Damit war mir die Auswahl an Objektiven zu einem gewissen Grad vorgegeben, denn so attraktiv Festobjekte auch sind, man darf sich nicht auf eine Art von Bild verrennen. Von einer fixierten Position zu arbeiten gibt einem nicht genug Spielraum, um sich das zu holen, was man braucht."

Diese Session wie einen Live-Shoot zu behandeln war wahrscheinlich der schwierigste Aspekt des Projekts für Tonkin.

„Man wusste nicht unbedingt, was man hatte, bis alles fertig gefilmt war", sagte Tonkin. „Aber die Übersichtlichkeit der Einstellungen und der Menüstruktur in der Blackmagic haben sich wirklich für uns ausgezahlt. Es erlaubte mir, die Kamera im Nu einzustellen und dafür zu sorgen, dass alles was wir aufnahmen, einheitlich aussah. Aus diesem Grund war die Blackmagic Cinema Camera im Grading so viel einfacher zu handhaben, weil man für das gesamte Filmmaterial einen neutralen Ausgangspunkt hatte.“

Die Postproduktion beinhaltete einen Schnitt mit Final Cut und anschließend wurde das Material mit DaVinci Resolve von Blackmagic Design gegradet. „Es hat einen definitiven Vorteil, beim Filmen ebenso wie beim Graden des Inhalts beteiligt zu sein", äußert Tonkin. „Man hat ein besseres Verständnis dafür, was sich im Post-Prozess korrigieren lässt oder wie man manche Dinge optimal schießt und welche Belichtungsverhältnisse einem Push und Pull beim Grading erlauben."



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