Kamera, Test

Sony HDR-PJ740 im rockigen Praxiseinsatz auf einer Showbühne

 Donnerstag, 04. Oktober 2012: 

Schnell merke ich, dass die Automatik an Einstellmöglichkeit bereits das Beste herausgeholt hat und sogar bei den unterschiedlichen Lichtspielen anscheinend auf störendes Nachregeln verzichtet, wie immer Sony das auch gelöst hat. 

Praktisch – mit dem Drehrad lassen sich manuelle Funktionen steuern

Mit dem kleinen Drehrad vorne links neben dem Objektiv kann man übrigens schnell und problemlos zwischen den manuellen Einstellmöglichkeiten switchen. Sie drücken einfach einige Zeit auf den Knopf am vorderen Bereich 

des Drehrades und können dann die entsprechende manuelle Funktionalitäten, z.B. Fokus, Belichtung, Blende, Verschlusszeit dem Drehrad zuweisen. Mit Hilfe des Drehrades steuern sie dann die entsprechende Funktion. 

Eine manuelle Tonsteuerung ist nicht möglich

In der Pause suche ich im Menü nach einer Möglichkeit zur Tonsteuerung, finde aber nur unter Tonaufnahmemodus, die zwei Auswahlpunkte 5.1ch-Raumklang oder 2ch-Stereo. Ich entscheide mich für den voreingestellten 5.1ch-Raumklang. Der Ton macht mir zurzeit am meisten Sorgen. Hoffentlich ist nicht alles total übersteuert, bei dieser Lautstärke.

Auf Knopfdruck wird es hell

Ich schau mir die Kamera nochmals genauer an und entdecke einen Knopf mit der Aufschrift „Licht“, den ich neugierig drücke, woraufhin sich zwei sehr kleine, aber auch sehr helle LED-Lampen oberhalb des Objektives zuschalten und die nähere Umgebung, etwa bis zu 3 Meter Entfernung ganz gut ausleuchten. Also ich hatte an meinem Fahrrad schon schlechteres Licht. Ich probiere die Wirkung gleich mal aus und leuchte ein wenig ins Publikum, was mir den ein oder anderen feindseligen Blick einbringt. 

Als die Band wieder loslegt, stelle ich mich relativ weit hinten ins Publikum und freue mich über mein Licht, mit dem ich jetzt über die Köpfe hinweg, das Publikum von hinten filme. Einige drehen sich neugierig um und schauen 

vorwurfsvoll. Also gut, dann dreh ich das Licht eben wieder ab. Ich dränge mich wieder vor zur Bühne, fange noch einige Szenen und Detailaufnahmen, aus allen möglichen und unmöglichen Kamerapositionen ein und beschließe dann die letzten 10 Minuten nur noch zuzuhören und selbst mit zu rocken. Nach drei Zugaben ist die Band am Ende und ich auch. Natürlich musste ich zwischendrin immer wieder die ein oder andere Szene einfangen. Als Kameramann hat man ja immer irgendwie das Gefühl, was zu verpassen, wenn man nicht auf „Empfang“ ist.

Etwas klein aber scharf – das Display

Während die Band anfängt abzubauen, beginne ich mir einen Teil meiner Aufnahmen auf dem relativ kleinen, aber scharfen Xtra Fine LCD Display (921.000 Pixel Auflösung, 7,5 cm Durchmesser) anzusehen. Herbi, blickt mir über die Schulter und meint, „und ist es was geworden?“ „Auf dem Monitor schaut´s ganz gut aus“, sage ich. Da fällt mir ein, dass die Kamera ja noch einen Projektor integriert hat. 



  • Sony HDR-PJ740 im rockigen Praxiseinsatz auf einer Showbühne

  • Trotz schwieriger Lichtverhältnisse, die Sony PJ740 liefert tolle Aufnahmen.

  • Trotz schwieriger Lichtverhältnisse, die Sony PJ740 liefert tolle Aufnahmen.

  • Praktisch – im Griff integriert ist ein USB-Kabel, dadurch lässt sich der Camcorder schnell am PC oder Monitor anschließen.

  • Aufnahmen im Sonnenlicht bringen die knackigen Farben zur Geltung.