Test, Software, Postproduktion

VitaScene 4 Pro in der Praxis

 Montag, 08. März 2021: Als freischaffender Video-Content-Creator im digitalen Zeitalter ist man oft darauf angewiesen möglichst hochwertige Ergebnisse mit wenig Aufwand in kurzer Zeit erzielen zu können, um dem Anspruch seiner Kunden oder anderer Künstler gerecht zu werden. VitaScene 4 geht einem genau dort zur Hand. Einfach zu bedienen, schneller Workflow, top Ergebnisse. Kurz gesagt: Wir sind begeistert [von Mark Lohr].

VitaScene 4 funktioniert als Plugin in allen gängigen Schnittprogrammen

Das Programm kommt in einem vielseitigen Allround-Paket. Damit ist gemeint, dass es nicht nur als eigenständige Software anwendbar ist, sondern auch als Plugin in sämtlichen gängigen Schnittprogrammen funktioniert und damit für so ziemlich jeden Video-Creator benutzbar ist, ohne großartig neue Skills lernen zu müssen. Ganz im Gegenteil. Es macht sogar einige Schritte noch einfacher.

Wir haben es ausprobiert und die Pro-Version von VitaScene 4 installiert. Es ging schnell, unkompliziert und war innerhalb weniger Minuten einsatzbereit. VitaScene erkennt automatisch, welche Schnitt-Software sich auf deinem Rechner befindet und schlägt dir vor, es für diese (zusätzlich) als Plugin zu installieren. Wir haben es als Plugin für DaVinci Resolve getestet. Haken gesetzt und los geht’s…

Erstmals auch als Plugin für DaVinci Resolve

Zuerst haben wir einen Blick in das Programm selbst (außerhalb DaVinci) geworfen und uns einen Überblick verschafft. Hier kam es gleich zu einer Überraschung: Die Arbeitsfläche. Wer modern aussehende Fenster, wie die von DaVinci gewöhnt ist erschrickt auf den ersten Blick erst einmal und fühlt sich leicht an ältere Pionier-Schnittprogramme aus den 2000ern erinnert. Doch das ist auch das einzige Manko. Wie die Oberfläche aussieht behindert nicht, was für überraschende Effekte wir damit zaubern können. Also, was kann VitaScene?

Seamless Transitions und Film Looks leicht gemacht

Die zwei hauptsächlichen Stärken sind „Seamless Transitions“ und vorgefertigte „Film Looks“. Also praktisch coole Übergänge und stylische Farben für den finalen Look. Speziell in den letzten Jahren sind „Seamless Transitions“ zu einem absoluten Trend in der modernen Videobearbeitung und fast schon zu einem unverzichtbarem Tool geworden. Ganz besonders im Bereich Musikvideo, Konzertfilme und Aftermovies sind Übergänge zwischen den Bildern, die einen mit einem Zoom oder Wisch vom einem Shot flüssig in den nächsten „bouncen“ wahnsinnig effektiv. Kombiniert mit der richtigen Kameraführung sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt und können genau hier den Unterschied zwischen professionellem und amateurhaftem Ergebnis ausmachen. Gerade, wenn das Video von einem Musikstück geführt wird eignet sich das perfekt, um im Flow zu bleiben und ein fast schon tanzendes Video zu erschaffen, in das wir förmlich hineingesaugt werden.

Effizienz und entspannter Workflow

VitaScene 4 punktet ganz deutlich mit seiner Effizienz. Wir legen die beiden Videos, die wir verbinden möchten in unsere Edit-Timeline in DaVinci und fügen das Ende des einen Videos mit dem Anfang des anderem zu einem „Fusion-Clip“ zusammen. Dadurch sieht DaVinci die beiden Clips nun als einen und wir können ganz unkompliziert im Effects-Tab „ProDad Vitascene“ per Drag an Drop auf unser Video ziehen… Voila. Jetzt kommt der beste Part: Das magische „Edit“ Fenster. Mehr zeigt uns der Effekt nicht an. Nur diesen einen Button. Wenn wir darauf klicken, werden wir in das VitaScene-Arbeitsfenster weitergeleitet (ihr erinnert euch: das Pionier-Fenster aus den 2000ern) und machen sozusagen einen kleinen Exkurs ins andere Programm.

Hier können wir mit allen Effekten spielen, mit einem einfach Doppelklick sämtliche Transitions (oder Filter) darauf legen, von denen wir nur träumen können (und ja es sind wirklich so viele: 1400). Fertig, schließen, speichern und wir sind zurück in DaVinci. Unser Video ist nach wie vor noch der gleiche Clip in unserer Timeline, nur eben mit den Effekten, die wir in VitaScene gerade darauf gelegt haben. Das ist, wie wir finden ein sehr entspannter Workflow, da man keine zusätzlichen Einstellungen in DaVinci bearbeiten muss, sondern mit einem „fertigen Clip“ arbeiten kann. Das macht das Ganze im Kopf sehr viel übersichtlicher.



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