Bayerischer Filmpreis, Filmpreise

Verleihung des Bayerischen Filmpreises im Prinzregententheater

 Montag, 20. Januar 2014: Beste Stimmung, viel Prominenz und ein gut aufgelegter Moderator Christoph Süß (von Gabriele Lechner).

Bereits zum 35. Mal wurde in diesem Jahr der Bayerische Filmpreis von der Bayerischen Staatsregierung für hervorragende Leistungen an deutsche Filmschaffende verliehen. 300.000 € werden dafür jedes Jahr aus staatlichen Mitteln zur Verfügung gestellt. Produziert wird er vom Bayerischen Rundfunk und live ins Bayerische Fernsehen übertragen.

Durch die Sendung führte souverän und locker Christoph Süß. Musikeinlagen von den Double Drums und den Sportfreunden Stiller rundeten das Programm ab. Höhepunkt war die Preisübergabe an den beeindruckenden Armin Mueller-Stahl, der den Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten erhielt. Sein ruhiger Auftritt und seine Anekdote, in der er erzählte wie er einmal zu Rainer Werner Fassbinder meinte, er müsse doch zum Arzt gehen, weil er so schlecht aussehe. Woraufhin Fassbinder meinte, nein er müsse nicht zum Arzt gehen, das Leben bemesse sich nach seiner Fülle nicht nach seiner Länge. Daraufhin Armin Mueller-Stahl, aber es kann doch sowohl Fülle als auch Länge beinhalten. Fassbinder überlegt kurz und meinte dann: "Nein, die Fülle ist entscheidend." Armin Mueller-Stahl, der nicht nur Schauspieler, sondern auch Maler, Schriftsteller und Musiker ist, hat sich für Fülle und Länge entschieden, so sagte er. Stehender Applaus begleitete den Auftritt des Multitalents.

Faszinierend die Einlage von Joey, dem Pferd, das von zwei Personen gespielt wird und dessen Bewegungen derart realistisch aussehen, dass man vergisst, dass Menschen dahinter verborgen sind. Heinz Hoenig war extra mit Joey aus Berlin angereist. Dort spielt er seit Oktober im Stage Theater des Westens mit großem Erfolg im Theaterstück „Gefährten“ eine der Hauptrollen.

In einem Video haben wir kurz und unkommentiert die Eindrücke des Abends zusammengefasst: » zum Video

Die Sieger des Abends:

  • Nachwuchsdarstellerin (10.000 Euro): Liv Lisa Fries für "Und morgen Mittag bin ich tot"
  • Nachwuchsdarsteller (10.000 Euro): Jonas Nay für „Hirngespinster“ 
  • Nachwuchsregie (10.000 Euro): Katrin Gebbe für „Tore tanzt“ 
  • Kinder- und Jugendfilm (10.000 Euro): Regie Katja von Garnier für „Ostwind“ 
  • Bildgestaltung (10.000 Euro): Michael Wiesweg für „Die geliebten Schwestern“ 
  • Dokumentarfilm: (10.000 Euro): Leopold Grün und Dirk Uhlig für „Am Ende der Milchstraße“ 
  • Drehbuch (10.000 Euro): Edgar Reitz und Gert Heidenreich für „Die andere Heimat - Chronik einer Sehnsucht“ 
  • Regie (10.000 Euro): Andreas Prochaska für „Das finstere Tal“ 
  • Darstellerin (10.000 Euro): Brigitte Hobmeier für „Ende der Schonzeit“ 
  • Darsteller (10.000 Euro): Tobias Moretti für „Das finstere Tal“ und „Hirngespinster“ 
  • Produktion (200.000 Euro): Edgar und Christian Reitz für „Die andere Heimat - Chronik einer Sehnsucht“
  • Ehrenpreis des Bayerischen Ministerpräsidenten (undotiert): Armin Mueller-Stahl 
  • Nachwuchspreis der Verwertungsgesellschaft für Nutzungsrechte an Filmwerken (60.000 Euro): Iris Sommerlatte und Ali Saghri für „Am Himmel der Tag“
  • Publikumspreis (undotiert): „Fack ju Göhte“ von Bora Dagtekin 

 



  • Nach der Veranstaltung: Großes Gedränge um Ehrenpreisträger Armin Mueller-Stahl

    Nach der Veranstaltung: Großes Gedränge um Ehrenpreisträger Armin Mueller-Stahl

  • Heinz Hoenig, Gabriele Lechner und die Darsteller von Joey

    Heinz Hoenig, Gabriele Lechner und die Darsteller von Joey

  • Klaus Doldinger und Heinz Hoenig

    Klaus Doldinger und Heinz Hoenig

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