Interview, Aktuelle Produktion

Ein Spielfilm entsteht: The Evidence

 Mittwoch, 25. Juli 2012: 

Wurde der Ton extra aufgenommen?

Den Ton mussten wir extern aufzeichnen, da die 5D Mark II 
für professionellen Live-Ton nicht genug Möglichkeiten bietet. Den Originalton vom Set haben wir mit Tonangeln eingefangen.  Unser Tonmeister Ludwig kümmerte sich mit seiner Assistentin Nine um einen klaren Ton. Aufgezeichnet wurde das Ganze auf einen externen, digitalen Audiorekorder, wodurch die Filmklappe am Set unentbehrlich wurde.

Mit welchen Problemen hattet Ihr während des Drehs zu kämpfen?

Der eng gesteckte Zeitplan und das Wetter waren wohl die größte Herausforderung. Der achttägige Dreh sah zudem zwei Nachtdrehs vor. An solchen Tagen drehten wir dann von 10 Uhr morgens bis 3 Uhr nachts, das war für alle sehr anstrengend. Anfangs spielte das Wetter sogar mit, nur am letzten Drehtag, regnete es dann doch noch.

Es war unser letzter Außendrehtag, an dem einige der wichtigsten Szenen gefilmt wurden. In der Mitte des Tages fing es plötzlich an zu regnen und wollte einfach nicht mehr aufhören. Der Zeitplan geriet ins Wanken, da wir ca. 2 Stunden Zwangspause einlegen mussten. Doch als es nur noch nieselte, packten wir die Kameras in Plastiktüten und drehten mit Steadycam und einem großen Schirm weiter.

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Welches Programm habt Ihr für die Nachbearbeitung eingesetzt? Gab es dabei Probleme? Und wenn ja, wie wurden diese umgangen?

Der Schnitt wird von uns komplett im AVID Media Composer 4 durchgeführt. Digitale Effekte, Farbkorrekturen und die Finalisierung finden hauptsächlich in Adobe After Effects statt. Die größte Hürde stellte dabei anfangs der Import des AVID Projektes in After Effects dar.

Für den Trailer zu „The Evidence“ arbeiteten wir noch mit einer EDL, um die Clips und Schnitte zunächst in Premiere Pro zu übertragen. Als dann schließlich ein Plug-in für diese Schnittstelle in After Effects verfügbar wurde, war das eine riesige Erleichterung. Jedoch hat dies noch immer den Nachteil, dass After Effects nicht mehr mit den Originaldateien arbeitet, sondern mit den AVID Proxys. Bleibt zu Hoffen, das sich da in Zukunft noch mehr tut, um problemlos die Originaldateien zu verwenden.

Wie seid Ihr auf den Camgaroo Award aufmerk
sam geworden und was bedeutet er für Euch?

Auf den Camgaroo Award sind wir 2011 durch einen Freund, der in der Amateurfilmbranche tätig ist, aufmerksam geworden.

Damals haben wir extra für den Camgaroo Award innerhalb von zwei Wochen den Kurzfilm „Liberated“ gemacht und wurden mit dem ersten Platz belohnt!  Das war ein großer Ansporn unsere Projekte weiter zu verbessern und auch im nächsten Jahr dort wieder etwas von unsrer Arbeit zu zeigen. Die Arbeiten von anderen Filmemachern zu sehen und diese dort auch zu treffen ist jedes Jahr eine wunderbare Gelegenheit. Es beachtlich wie der Filmpreis die Amateurfilmszene unterstützt.