Interview, Aktuelle Produktion

Im Interview: Filmemacher Tobias Lohf

 Mittwoch, 25. Juli 2012: Tobias Lohf nahm im letzten Jahr das erste Mal am Camgaroo Award teil und belegte mit seinem 
Video „Hope for a little smile“ Platz 3 in der Kategorie Kurzfilm/Emotionen. Er war der glückliche Gewinner des Workshops bei der New York Film Academy in Los Angelos und wird im August dort hinfliegen.
[Text- und Bildmaterial: Gabriele Lechner und Tobias Lohf, © Camgaroo/LechnerMedia]

Seit wann beschäftigst Du Dich mit dem Filmemachen?

Mit dem Filmemachen habe ich sehr früh angefangen. Mein Vater hatte eine Videokamera und in der Grundschule habe ich damit angefangen kurze Stopmotion Filmchen zu drehen. Ich habe irgendwelche Spielzeuge gegeneinander kämpfen lassen, für mich war diese Technik früher wie Magie.

Danach wollte ich Tierfilmer werden. Ich wuchs in einer kleinen Stadt auf und unser Haus liegt direkt an einem Waldstück. Dort wollte ich Rehe oder Füchse filmen. Leider sind die Tiere sehr scheu und ich habe sie nicht oft vor die Linse bekommen. Der Digitalzoom stellte sich auch als nicht besonders brauchbar heraus, sodass ich mich mit Rotkehlchen zufrieden geben musste. 
Nach einiger Zeit habe ich dann aber angefangen, mit meinen Freunden Filme zu drehen. Mit den Jahren entwickelte sich daraus eine Filmleidenschaft, die bis heute anhält.

Wie entstand das Filmprojekt?

Meine Freunde und Bekannte wissen, dass ich Kurzfilme drehe. So kam es, dass mich letztes Jahr zwei junge Geschwister aus meinem Judoverein gefragt haben, ob sie denn auch mal mitmachen könnten. Aber nur als Nebendarsteller? Niemals! Die beiden sollten die Hauptrollen bekommen.

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Laut dem US-Drehbuchautor Syd Field gibt es verschiedene Ansätze, um eine Story für einen Film zu entwickeln. Ein Ansatz stellt die Personen und ihr Umfeld in den Mittelpunkt, um die herum die Story entwickelt wird. 

So auch in diesem Fall. Ich wollte im Film die Beziehung der beiden zueinander herausarbeiten und die kindliche Naivität betonen. Beide sollen sich vertrauen und füreinander einstehen. Das ganze in einem Endzeitszenario. Aus diesen Grundlagen heraus habe ich dann die Story entwickelt.

Wer war an der Entstehung von „Hoping for a little smile“ beteiligt?

Unsere Crew bestand aus einer sehr jungen Gruppe. Zum einen gehörten dazu die beiden Hauptdarsteller und noch 3 weitere Jugendliche aus meinem Judoverein. Diese wollten bei den Dreharbeiten zuschauen und ich hab sie gerne mitgenommen. Außerdem konnten sie mit helfen und als Nebendarsteller tätig werden. Mit am Set war außerdem meine Freundin, die sich gut um die jungen Darsteller und mich gekümmert hat ;) Sie selbst hat einige kreative Vorschläge eingebracht und sich um die „Kostüme“ und Requisiten gekümmert. Für das Filmische war ich dann zuständig.

Mit welchem Equipment habt Ihr gedreht und in welchem Format habt Ihr aufgezeichnet?

Gefilmt haben wir mit einer Canon EOS 7D. DSLRs sind meiner Meinung nach eine gute Alternative, wenn man mit vergleichsweise niedrigem Budget gute Aufnahmen machen möchte.

Wurde der Ton separat aufgenommen?

Ja, dazu habe ich an der DSLR ein Sennheiser Richtmikrofon angebracht, um den Ton in guter Stereo-Qualität aufzunehmen.

Welches Programm wurde für die Nachbearbeitung verwendet? Gab es dabei Probleme?

Bearbeitet habe ich den Kurzfilm mit Premiere Pro CS 5.5. Davon habe ich mir die Studentenversion gekauft. Probleme traten keine auf.



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